Geiranger (Norwegen)

09.07.2016 Geiranger

Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker, schließlich wollten wir die Einfahrt in den Geringer Fjord wieder miterleben. Ein Blick aus dem Fenster sagte uns, Wolken verhangen und etwas Regen. Die Wettervorhersage wurde bestätigt. Oben auf Deck bemerkten wir dann, wie weit wir schon im Fjord waren. Schon kamen wir an den sieben Schwestern vorbei und der Zielhafen war schon recht nahe.

Da die Sonne sich hinter den Wolken versteckte, war unser Ausschlafen zu verschmerzen. Der Fjord zeigte sich wieder Gigantisch und Spektakulär, leider jedoch nicht in seiner ganzen Schönheit.

Bisschen wolkig.

Bisschen wolkig.

Im Gegensatz zu 2014 wurde diesmal nicht getendert, sondern wir legten an einem Schwimmsteg an. So konnten wir schon gegen 08:30 Uhr das Schiff verlassen und los wandern.

Runter von Bord.

Runter von Bord.

Erster Step Richtung Hotel Union und rein in einen uns bekannten Weg. Diesmal Richtung Storsetereossen, einem Wasserfall oberhalb von Geiranger. Der Weg war diesmal recht beschwerlich. Durch den Regen der letzten Tage war es matschig und auf den Steinen sowie Felsen recht rutschig. Zum Glück hatten wir unsere Outdoor Klamotten an und waren so recht gut gerüstet.

Feucht hier.

Feucht hier.

Wolken über und unter uns.

Wolken über und unter uns.

Keine Sonne in Sicht.

Keine Sonne in Sicht.

Wir kamen recht gut voran und waren schon gegen kurz nach 10:00 Uhr am Wasserfall. Bisschen aus der Puste und glücklich bestaunten wir den Wasserfall unter dem man auch unten durchgehen konnte. In der Zwischenzeit hatte es sich wieder weiter zugezogen und man schaute teilweise nur auf die weißen Wolkenwände. Immerhin hatten wir rund 500 Höhenmeter bei unserem kleinen Spaziergang überwunden.

Storsetereossen Wasserfall

Storsetereossen Wasserfall

Wasserfall

Wasserfall

Als wir uns auf den Rückweg machten kam gerade eine ganze Ausflugstruppe vom Schiff an und wir marschierten wieder Abwärte. Fernab vom ganzen Trubel, bei dem uns eine weitere Reisegruppe begegnete. Der Abstieg war ein bisschen länger, dafür jedoch nicht ganz so steil wie der Aufstieg an der Westeras Alm angekommen entschieden wir uns zu einer Ausdehnung unserer Runde und wanderten noch zum Aussichtspunkt Westerasfjellet, der uns schon bekannt war.

Bei unserer Ankunft riss die Wolkendecke auf und wir konnte herrlich in den Fjord schauen. 250m unter uns lag die „Mein Schiff 4“, etwas kleiner und weiter weg ein Kreuzfahrtschiff der Costa.

Freie Sicht zur Mein Schiff 4.

Freie Sicht zur Mein Schiff 4.

Geirangerfjord

Geirangerfjord

Kaum Menschen verirrten sich hierher und so konnten wir entspannt auf unserem Aussichtspunkt die Zeit genießen.

Zeit für den Rückweg nach Geiranger. Gegen 12:00 Uhr ging es an den Abstieg. Wir hatten Zeit und so versuchten wir Knochen- und Muskelschonend wieder nach Geiranger zu kommen. Was uns auch glückte und wir waren gemütlich um 13:30 Uhr im Ort. Ausreichend Zeit um noch eine leckere Schokolade zu trinken und einen leckeren Kuchen zu essen. Unser Ziel, wie auch 2014, Geringer Sjokolade. Einfach gigantisch und lecker.

Nach der Pause spürten wir unseren rund 14 km langen Spaziergang nun doch und entschieden uns an Bord zugehen. Von der Zeit hätten wir noch mit dem Bus zum Dalsnibber fahren können. Da jedoch das Wetter total unbeständig war, sparten wir uns diesen zwei Stündigen Ausflug und ruhten uns erst einmal aus.

Nach einem gemütlichen Mittagsschlaf legten wir uns an den Pool und genossen den Nachmittag. Gegen 18:00 Uhr legte die „Mein Schiff 4“ pünktlich ab und fuhr zum Zwischenstopp nach Hellesylt.

Sieben Schwestern.

Sieben Schwestern.

Bei den sieben Schwestern stoppte der Kapitän die Maschinen und machte im Anschluss einen 360° Grad Drehung im Stand vor diesen schönen Wasserfällen. Ein weitere Punkt, an dem man merkt wie groß der Fjord ist. Mit dem Bug vor den sieben Schwestern und im Hintergrund der „Freier“ (norw. Friaren) Wasserfall, ohne dem Ufer tatsächlich zu nahe zu sein, erklärt einem die Dimensionen. Schließlich ist die „Mein Schiff 4“ immerhin 293 METER lang.

360° Grad Drehung im Fjord.

360° Grad Drehung im Fjord.

Ein Hauch von Sonne.

Ein Hauch von Sonne.

Am Heck. Sascha im Wind. Bisschen Werbung für MICA DESIGN.

Am Heck. Sascha im Wind. Bisschen Werbung für MICA DESIGN.

Wir entdecken für uns auf Deck 5 die Diamant und Champagner Bar. Kaum Leute und ein herrliches Plätzchen um entspannt die Ausfahrt zu bewundern. Bei Hellesylt kam dann endlich der Regen, der für den ganzen Tag schon vorhergesagt war. Wir hatten einfach wieder mal Glück mit dem Wetter.

Nach dem Ablegen in Hellesylt war es dann auch Zeit für das Abendessen. Mit dabei unsere Reisebekanntschaft. Aufgepimpt waren es diesmal sechs Gänge. Irgendwie hatte ich nach diesem Tag doch etwas mehr Hunger.

Gegen 22:00 Uhr ging es dann wieder ins Klanghaus. Aus der Konserve gab es die Berliner Philharmonie, jedoch live in der Begleitung einer Violine und einem Cello. Die Vier Jahreszeiten von Vivaldi mal ein bisschen anders. Sehr schön und man kam herrlich zu Ruhe.

Zum Abschluss ging es noch einmal in die TUI Bar und der Abend fand nahezu ohne Sonnenuntergang um 01:00 Uhr sein Ende, nachdem wir bereits um 0:00 Uhr auf die See rausgefahren waren. Zeit zum schlafen gehen.