Fotowalk in der Altstadt

Der Eine oder Andere hat es ja schon ein bisschen mitbekommen in den letzten Jahren. Ich fotografiere ganz gerne mal und lasse andere Menschen daran teilhaben.

Manchmal fotografiere ich auch zu viel. Das ist halt so. Nach 2.700 Bilder auf Instagram, rund 12.000 Bilder auf dieser Seite sowie bescheidenen 347 Bildern auf 500px und den weiteren tausend Bildern auf meinen ganzen anderen Seiten, dachte ich, es wäre mal an der Zeit etwas neues auszuprobieren.

Schon gab es einen Newsletter, der genau das erfüllte was ich suchte. Neue Inspiration.

NEWSLETTER KULTURKÜCHE

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OKTOBER • Fotowalk Altstadt
– TeilnehmerInnen für Fotografie Workshop gesucht –

Im Oktober bietet die Kulturküche einen Workshop an, der das subjektive Fotografieren in den Fokus rückt. Innerhalb eines Blockwochenendes gehen die TeilnehmerInnen in der Gladbacher Altstadt auf Motivjagd und können sich im Spannungsfeld aus Bildkomposition, Licht und Perspektive ausprobieren. Dem Fotowalk liegt ein bewusst subjektiver Ansatz zugrunde. Das kann bedeuten, die eigene Wahrnehmung zu erforschen, Empfindungen nachzuspüren und ins Bild zu transportieren. Es soll Raum fürs Einlassen und Ausprobieren geben, ergänzt durch Impulse der Kursleiter. Die Fotografen und c/o‐Künstler Anna Link und Marc‐Daniel Kress (www.linkundkress.de) leiten den Workshop an und begleiten die Teilnehmer auf ihren Streifzügen durchs Viertel. Zum Abschluss des Blockwochenendes wählt die Projektgruppe ihre favorisierten Motive aus, die dann in den folgenden Wochen als professionelle Postkarten produziert und in verschiedenen Lokalen der Altstadt ausgelegt werden. So können nicht nur neue Eindrücke gewonnen, sondern auch mit anderen Menschen in der Realität geteilt werden.

Das Fotografie-Projekt wird durch die Aktion Mensch als Förderpartner der Kulturküche ermöglicht und richtet sich an alle Fotografie‐Interessierten, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Der Grad der Vorkenntnisse oder technischen Ausstattung ist nicht von zentraler Bedeutung, den Schwerpunkt bildet hier das Ausprobieren neuer Ansätze, Techniken und Perspektiven. Jeder Teilnehmer muss eine digitale Fotokamera mitbringen, vom Handy bis zum Profi‐Gerät ist jedoch alles willkommen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, daher wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten.

Wann: 15. und 16.10.2016, jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr
Treffpunkt: Café der Kulturküche, Waldhausener Straße 64
Teilnahmegebühr: 5€ pauschal für das ganze Blockwochenende

So also der Newsletter, der meine Neugierde weckte.

Ich hatte gar nicht zu Ende gelesen. Da hatte ich schon die Anmeldung versendet.

Subjektive Fotografieren? – Mal bei Wikipedia nachgelesen. Oh, eine künstlerische Fotografie Technik aus den neunzehnhundertfünfziger Jahren.

www.linkundkress.de? – Hey, die machen auch einiges in schwarz/weiss. Wohl etwas erfolgreicher als ich auf stawi.eu. Okay, ich mache das ja nur als Hobby.

Am Samstag trafen wir uns in der Kulturküche. Witzige Truppe. Viele Frauen, wenig Männer und so ziemlich eine Altersklasse mit paar Ausreißern.

Fotografiert werden konnte mit allem was man so hatte. Es durfte mit iPhone, Bridgekamera, Kompaktkamera und Spiegelreflex Kamera fotografiert werden.

Die kurzweilige Einleitung von Anna und Daniel zeigte mir, es geht um Motive und weniger um die perfekte Technik. Der Samstag war erst einmal zum aufwärmen. Fünf Punkte gab es, die wir einfach mal draußen ausprobieren sollten. Bildschärfe, Spiel mit dem Licht, Perspektive, Komposition und Bewegung.

Und schon machten wir in zwei Gruppen die Altstadt unsicher.

Okay, ich fing schon mal mit der Komposition, Licht und Perspektive an.

Komposition Licht und Perspektive

Komposition Licht und Perspektive

Im Zuge dessen fiel mir ein Motiv auf, das auf jedem Fall auch schwarz/weiss werden sollte und das in meinem black and white Blog rein musste.

schwarz/weiss

schwarz/weiss

Bewegung – ist das Kunst oder kann das weg?

Meine ersten Versuche Bewegung mit der Kamera einmal anders in Szene zu setzen, waren für mich Gewöhnungsbedürftig.

Straßensauger

Straßensauger

Sturm in der Waldschulstrasse

Sturm in der Waldschulstrasse

Hat was, auch wenn es mich noch nicht ganz überzeugt. Jedoch habe ich Ideen für die Zukunft. Da müsst ihr und ich nun durch. Ich werde mal üben.

Nun mal die Punkte Komposition, Perspektive, Bildschärfe.

Herr Pilates - das Erste.

Herr Pilates – das Erste.

Sogar etwas gelernt beim Fotowalk, denn Joseph Hubertus „Joe“ Pilates (* 9. Dezember 1883 in Mönchengladbach; † 9. Oktober 1967 in New York) ist ein Gladbacher Jung.

Herr Pilates - die Zweite.

Herr Pilates – die Zweite.

Making of Pilates

Making of Pilates

Nebenbei machte ich noch ein paar Bilder zum nicht vereinbarten Thema „Making of Fotowalk“. Da lief ja schon was.

Wo ist das nächste Motiv?

Wo ist das nächste Motiv?

Schauen wir mal...

Schauen wir mal…

Mal eine wilde Komposition. Genommen was ich gesehen habe und bewusst aufgeteilt.

Straßenecke

Straßenecke

Und dann einzelne Perspektiven aus außergewöhnlichen Standpunkten.

Weinst du?

Weinst du?

Liebes Schloss

Liebes Schloss

Graffiti

Graffiti

Wieder erwischt.

Wieder erwischt.

Esel vom Donkeys Way.

Esel vom Donkeys Way.

Das war dann auch schon die Fotorunde am Samstag. Anschließend wählte jeder zwischen drei und bisschen mehr Bilder aus. Wir führten eine Bildbesprechung durch und erzählten dabei auch, was wir uns dabei gedacht hatten.

Witzig dabei, teilweise hatten wir mit neun Leuten das Gleiche fotografiert, doch es sah fast immer anders aus.

Meine persönlichen Favoriten des Tages:

Am Sonntag ging es dann in die zweite Runde. Nach einer kurzen Einführung wurden wir von Anna und Daniel alleine losgeschickt. Nach einem bewölkten und regnerischen Samstag, gab es nun einen sonnigen Sonntag. Ich war eigentlich guter Hoffnung.

Fünf Themen wurden uns mit auf den Weg gegeben. Farben der Altstadt, Details der Altstadt, Vergänglichkeit der Altstadt, Menschen der Altstadt, Emotionen der Altstadt.

Als ich losging, kam erst einmal die Leere in meinem Kopf. Ich hatte erst mal keine klare Idee, noch irgendetwas wie eine Inspiration.

Das fing ja super gut an. Ich schlurfte einfach mal los und ließ mich von meiner Umgebung inspirieren und leiten.

Die ersten Versuche:

Vergänglichkeit in Bewegung

Vergänglichkeit in Bewegung

Vergänglichkeit der Altstadt

Vergänglichkeit der Altstadt

Farben, Licht und Schatten, der Altstadt

Farben, Licht und Schatten, der Altstadt

Gesichter der Altstadt

Gesichter der Altstadt

Vergänglichkeit

Vergänglichkeit

Hübsch, Thema erreicht, aber mir fehlte das WOW! Super! Klasse!

Zeit für eine kreative Kaffeepause bei den Eseln

Zeit für eine kreative Kaffeepause bei den Eseln

Nach der Kaffeepause hatte ich zwar Ideen, jedoch keine Lösungen. Ich nahm einen anderen Weg und fing einige Farben der Altstadt ein.

Arolsen-Piece von Larry Bell

Arolsen-Piece von Larry Bell

Arolsen-Piece von Larry Bell

Arolsen-Piece von Larry Bell

Im Münster

Im Münster

Sonntag in der Kirche

Sonntag in der Kirche

Und zum Schluss vier Themen mit einem Bild erwischt.

Altstadt Fenster

Altstadt Fenster

Dieses Fenster zeigt die Farben und Vergänglichkeit der Altstadt im Detail, mit den Emotionen des Verfalls. Das Bild hatte ich Morgens schon mal im Kopf, jedoch lagen die Fenster im Schatten. Auf dem Rückweg zur Kulturküche dachte ich mir, schauen wir mal ob die Sonne nun richtig steht. Sie stand richtig und ich spielte mit dem Licht.

Meine Favoriten des Tages:

Gesetzt wurden zur Postkartenauswahl folgende Bilder von mir:

Insgesamt müssen an dem Wochenende weit über zweitausend Bilder entstanden sein. Wir stampften die Auswahl auf unter fünfzig ein und wählten gemeinsam aus.

2016-10-16-15-10-13

Finale Runde

2016-10-16-15-10-31

Auswahl, Diskussion und Entscheidung

Übrig blieben neun Fotos. Von jedem Teilnehmer eine Fotografie, die es nun bald als Postkarte geben wird. Welches Bild von mir dabei ist und wie die anderen Bilder aussehen, verrate ich, wenn es die Postkarten gibt.

Vielleicht gibt es dann auch meine restlichen Bilder von diesem schönen Workshop. Man glaubt es kaum, von rund 400 Fotos habe ich 51 ausgewählt, wovon hier nun gerade mal die Hälfte zu sehen ist.

Ein dickes Danke schön an die Kulturküche, Anna Link, Daniel Kress und den restlichen Workshop TeilnehmerInnen.