Und wie geht es weiter?
Ich habe gerade keinen neuen Schreibtisch. Die letzte Station, Invest Dienstleistung, Mönchengladbach, Niederlassungsleitung, endete am 1. Juli – bevor sie richtig begonnen hatte. Auch dazu will ich hier keine Details ausbreiten. Nur so viel: Manchmal passt auf dem Papier alles, und trotzdem passt es dann doch nicht.
Davor: zweieinhalb Jahre fairconcept, Düsseldorf, vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2026. Objektleiter und Leiter Infrastrukturelles Gebäudemanagement. Ein Arbeitszeugnis, das ich mir selbst nicht besser hätte schreiben können – sehr gut, in jeder Zeile. Und trotzdem: vorbei, weil ich eine Veränderung wollte. Manchmal ist der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel eben nicht der, den man sich vorher ausgesucht hätte.

40 Jahre sind kein Zufall
Ich habe 1983 als Azubi im Glas- und Gebäudereiniger-Handwerk angefangen. Fensterleder, Frankfurt, die klassische Lehre von der Pike auf. Meister 1991, Betriebswirt des Handwerks 1997. Dazwischen und danach: Objektleitung, Betriebsleitung, Bereichsleitung, irgendwann Niederlassungsleitung mit Prokura – 29 Jahre bei einem einzigen Arbeitgeber, angefangen in Frankfurt, davon 24 Jahre in Köln. Das ist keine Karriere, die man sich ausdenkt. Das ist eine, die wächst, Jahr für Jahr, Objekt für Objekt.
Und jetzt, mit über 40 Jahren Erfahrung, sitze ich wieder da und frage mich, was als Nächstes kommt. Nicht aus Verzweiflung. Eher aus einer Nüchternheit heraus, die man sich in diesem Alter erarbeitet hat: Ich weiß ziemlich genau, was ich kann. Ich weiß auch ziemlich genau, was ich will.
Was mir wichtig ist, wenn ich ehrlich bin
Führung. Echte Führung, mit Personalverantwortung, nicht nur ein Titel auf der Visitenkarte. Ich habe in den letzten Tagen einige Stellenangebote durchgesehen – Vertriebspositionen mit Erfolgsbeteiligung, Fachrollen ohne Team, Multi-Site-Koordination in fremden Branchen, Key-Accounter etc. Manche davon fachlich spannend genug, um kurz zu überlegen. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich vermisse es, ein Team zu haben, für das ich Verantwortung trage. Nicht zu verwalten, sondern zu führen.
Region: Düsseldorf, Mönchengladbach, drumherum. Ich bin hier verwurzelt, seit Jahrzehnten, das will ich nicht aufgeben für einen Job irgendwo im Land.
Und, das sage ich hier auch offen: Stabilität ist mir inzwischen wichtiger als ein glänzendes Logo. Ich habe mir in den letzten Wochen die Bilanzen und Nachrichtenlage einiger Arbeitgeber angeschaut, bei denen ich mich beworben habe oder es überlegt habe. Manche davon stehen finanziell auf sehr dünnem Eis. Nach der Invest-Episode habe ich keine Lust mehr, mich auf ein schönes Vorstellungsgespräch zu verlassen, ohne genauer hinzuschauen, wo ich da eigentlich einsteige.
Was ich jetzt mache
Ich habe mein Stellengesuch aufgeschrieben, mit allem, was 40 Jahre so mit sich bringen – Meisterbrief, Betriebswirt, Prokura, Großobjekte, Ausschreibungen, Kalkulationen, Personalführung. Wer es lesen will oder jemanden kennt, der genau so eine Führungspersönlichkeit sucht: Es steht auf matthias.stawinski.de.
Mehr gibt es dazu aktuell nicht zu sagen. Kein großes Drama, keine Erfolgsgeschichte mit Schleife drum. Nur jemand, der seinen Job gut kann, weiß was er will, und gerade schaut, wo das als Nächstes passt.





Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!