Im März haben wir das Dada Haus in der Spiegelgasse 1 in Zürich,
bei einem Swatch-Event noch als Baustelle erlebt.

Gestern hat es nun offiziell die Pforten geöffnet.

Zürich/Biel (ots) – Exakt 88,65027322 Jahre nach dem Ausbruch der Dada-Bewegung im damaligen „Cabaret Voltaire“ an der Spiegelgasse 1 in Zürich kehrt Dada am 29. September an seinen Ursprung zurück.

Nach einer Umbauphase öffnet das „cabaret voltaire“ seine Türen wieder der Öffentlichkeit. Dies nicht zuletzt auch dank dem Schweizer Uhrenhersteller Swatch. Dada, das unartige Kind von einst und Vorbild aller Avantgarde-Kunstbewegungen, hat wieder eine Basisstation und erst noch prächtige Adoptiveltern gefunden: Die Stadt Zürich und die Swatch AG haben grossen politischen, finanziellen und ideellen Anteil daran, dass an der Spiegelgasse 1 in Zürich jetzt wieder Dada regiert und Zürich somit wieder zum „Nabel der Welt“ wird, wie das die Dadaisten einst in genüsslich absurder Weise propagierten.

Das konkrete Engagement von Swatch

Die Lust bei Swatch, das neue „cabaret voltaire“ mit seinem niederschwelligen öffentlichen Kulturbetrieb mittragen zu helfen ist gross. Die Swatch AG engagiert sich am Kulturbetrieb im „cabaret voltaire“ mit total 1,5 Mio. Schweizer Franken, verteilt auf fünf Jahre hinaus. Ebenso lässt der schweizer Uhrenhersteller einen Teil des Verkaufserlöses aus seinen beiden dem Thema Dada gewidmeten Modellen „Dada Traces“ und „Dadazüri“ in den Kulturbetrieb mit einfliessen.

Erfolgte die Lancierung der Swatch Gent „Dada Traces“ im November 2003 noch ohne grösseres Brimborium, so bedeutete das Erscheinen der
Swatch Turnover „Dadazüri“ am 5. März 2004 einen ideellen Meilenstein in der gemeinsamen Geschichte von Swatch und Dada. Die „Dadazüri“ die erste Art Special von Swatch, die eine gesellschaftliche Bewegung thematisiert. Die Lancierung der Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2004 in der Druckerei der Neuen Zürcher Zeitung NZZ in Schlieren war ein wahres Feuerwerk an köstlicher Absurdität.

Kunst dank, mit und aus Swatch

Denkwürdig bleiben wird die „Dadazüri“ aber auch aus einem anderen Grund. Käufer der in limitierter Auflage hergestellten Swatch Turnover waren aufgefordert, eine der auswechselbaren Plaketten für die Gehäuserückseite der Uhr an Swatch zurück zu senden, damit daraus ein Dada-Kunstwerk entstehen kann. Dieser Aufforderung wurde Folge geleistet; und was der Genfer Künstler John Armleder aus den
„Einsendungen“ gemacht hat, kann ab dem 29. September im neu eröffneten „cabaret voltaire“ begutachtet werden.

Der in Genf und New York lebende und arbeitende John Armleder bezeichnet sein Schaffen als ein Pendeln zwischen den beiden Polen Konstruktivismus und Anarchismus, aber immer mit der Tendenz zum Modernismus.

Das neue „cabaret voltaire“

Die Räumlichkeiten des „cabaret voltaire“ an der Spiegelgasse 1 in Zürich offenbaren ab der Neueröffnung nach dem Umbau nun einen Veranstaltungsraum für Aktionen, die sich mit Dada auseinandersetzen. Das „cabaret voltaire“ soll einen niederschwelligen, öffentlichen Kulturbetrieb bieten und verfolgt keineswegs den Zweck eines Museums. Verantwortung für das „cabaret voltaire“ übernimmt der „Trägerverein cabaret voltaire“ mit Vertretern aus der Stadt Zürich, aus der Swatch AG (Hanspeter Rentsch, Mitglied der Konzernleitung der Swatch Group) sowie Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Architektur. Zum Direktor des Trägervereins gewählt wurde mit Guido Magnaguagno, dem Direktor des Museums Tinguely in Basel, ein bestens ausgewiesener Dada-Spezialist. Als Geschäftsführer des „cabaret voltaire“ hat der Trägerverein den Zürcher Künstler, Klubkurator und Kunstorganisator Philipp Meier ernannt.

Als Beweis eines Besuches des „cabaret volaire“ in Zürich können künftige Dada-Enthusiasten nicht nur neu gewonnene Spontaneität vorweisen, sondern auch Postkarten mit sieben verschiedenen Sujets, die sich mit der Verbandelung von Swatch und Dada auseinandersetzen.

ots Originaltext: Swatch Press Office
Internet: www.swatch.com

Ein weiteren Artikel gibt es u.a. in der Onlineausgabe von eBund.