Oder: Warum eine KI noch nicht beim Aufräumen helfen kann
Nachdem Gemini mir erfolgreich geholfen hat, meinen Weblog so zu optimieren, dass nur noch ein Haufen Asche übrigblieb, habe ich das Backup aktiviert und versuche damit meinen Blog www.stawi.net am Laufen zu halten.
Um eine neue, schlanke Version zu bekommen, baue ich unter new.stawi.net meinen Blog neu auf.
Gelernt habe ich: Eine KI ist noch nicht so weit, dass sie tatsächlich beim Aufräumen helfen kann. So oft wie falsche Befehle oder Tipps kamen, war es unmöglich. Daher Augen auf bei der KI-Wahl.
Das Wichtigste in Kürze
Das Desaster: Gemini sollte beim WordPress-Aufräumen helfen – stattdessen pulverisierte es den Blog. Nur das Backup rettete die Situation.
Die Erkenntnis: KI ist noch nicht so weit, dass sie zuverlässig bei komplexen technischen Aufgaben hilft. Zu viele falsche Befehle, zu viele riskante Tipps [1].
Der Neustart: new.stawi.net wird die neue, schlanke Version. Alte Beiträge werden nach und nach neu hochgeladen – manche ergänzt, manche weggelassen.
Gemini vs. Claude: Aktuelle Vergleiche zeigen: Gemini neigt zu Halluzinationen und verliert manchmal den Kontext [2]. Claude ist präziser und strukturierter [3].
Wie alles begann
Die Idee klang gut: Stawi.net war über die Jahre gewachsen. Alte Plugins, überflüssige Themes, aufgeblähte Datenbanken – typisches WordPress-Chaos nach über 15 Jahren intensiver Nutzung. Zeit zum Aufräumen.
Ich dachte: „Warum nicht die KI fragen? Gemini ist doch in Google-Dienste integriert und sollte bei WordPress helfen können.“ Pustekuchen.
Was folgte, war eine Reihe von Befehlen, die zunehmend gefährlicher wurden. „Lösche alle inaktiven Plugins“ – klingt vernünftig. „Bereinige die Datenbank von Revisionen“ – macht Sinn. „Optimiere die wp-config.php“ – okay, moment…
Und dann kam der Tipp, der zu viel war. Ein Datenbankbefehl, der angeblich „Duplikate entfernen“ sollte. Was er tatsächlich tat: Halb stawi.net pulverisieren.
Warum Gemini hier versagte
Gemini ist nicht per se schlecht. Aber für technische WordPress-Administration ist es 2026 einfach noch nicht geeignet. Aktuelle Vergleiche zeigen die Schwächen deutlich:
Kontextverlust: Einige Nutzer berichten, dass Gemini manchmal den Kontext verliert – selbst innerhalb derselben Sitzung [2]. Genau das passierte mir: Was in Schritt 1 noch korrekt war, wurde in Schritt 5 plötzlich widersprüchlich.
Halluzinationen: Gemini neigt zu Halluzinationen und kann einfache mathematische Aufgaben nicht immer lösen [4]. Bei WordPress-Befehlen ist das fatal – ein falsches Zeichen, und die Datenbank ist hinüber.
Google-Ökosystem-Fokus: Gemini funktioniert besonders gut innerhalb des Google-Ökosystems [5]. Für WordPress, das auf ganz anderen Technologien basiert, fehlt oft die Tiefe.
Was hätte besser funktioniert?
Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber die aktuellen KI-Vergleiche sind eindeutig:
Für technische Aufgaben: Claude. Anthropics KI legt Wert auf sichere und genaue Ergebnisse [3]. Bei der Entwicklung von Software zeigt Claude außergewöhnliche Fähigkeiten und übertrifft andere Modelle [6].
Für WordPress speziell: Das Model Context Protocol (MCP) macht WordPress seit Version 6.9 KI-fähig [7]. Claude mit MCP-Integration wäre die richtige Wahl gewesen – nicht Gemini mit Standardbefehlen.
Für strukturierte Aufgaben: Claude wirkt wie der ruhige Strategieberater im Hintergrund – weniger verspielt, dafür extrem präzise und strukturiert [5].
Der Neustart: new.stawi.net
Das Backup rettete stawi.net. Aber die Erkenntnis blieb: Es ist Zeit für einen Neustart. Kein aufgeblähtes System mehr, keine alten Plugin-Leichen, kein jahrelanges Durcheinander.
Unter new.stawi.net entsteht die neue Version. Schlank, aufgeräumt, durchdacht. In den nächsten Monaten wandern die alten Beiträge rüber – aber selektiv:
- Was bleibt: Reiseberichte, Fotoprojekte, persönliche Geschichten – das Herzstück von stawi.net
- Was überarbeitet wird: Alte Posts bekommen Updates, bessere Struktur, aktuelle Links
- Was wegfällt: Veraltetes, Unwichtiges, Redundantes – weniger ist mehr
Und diesmal mache ich es anders: Keine schnellen KI-Optimierungen ohne Verstand. Jeder Schritt durchdacht. Jeder Befehl geprüft. Backup vor jeder größeren Änderung.
Was ich gelernt habe
KI ist ein Werkzeug, kein Wundermittel. Sie kann unterstützen, inspirieren, beschleunigen. Aber sie ersetzt nicht das eigene Nachdenken – besonders nicht bei kritischen technischen Entscheidungen.
Die Wahl der KI ist entscheidend. Für kreative Texte? ChatGPT. Für Recherche? Gemini oder Perplexity. Für technisches Arbeiten? Claude. Jede KI hat ihre Stärken – und ihre Schwächen [8].
Backups sind Gold wert. Ohne mein Backup wären Jahre an Arbeit, Geschichten und Erinnerungen weg gewesen. Diese Lektion war teuer – aber lehrreich.
Manchmal ist ein Neustart besser als Reparatur. Statt das alte System zu flicken, baue ich lieber neu auf. Sauberer, strukturierter, zukunftssicherer.
Wie geht es weiter?
stawi.net läuft weiter – dank Backup. Aber die Zukunft gehört new.stawi.net. Dort entsteht, was stawi.net sein sollte: Ein Ort für Geschichten, Bilder und Erfahrungen. Ohne technischen Ballast. Ohne unnötigen Schnickschnack.
Die Migration dauert Monate. Aber das ist okay. Lieber langsam und richtig als schnell und chaotisch. Wenn dann alles hübsch ist, heißt es auch hier wieder: Willkommen bei www.stawi.net.

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