Oder: Warum ich new.stawi.net anders nutze als geplant

Nach dem Gemini-Desaster hatte ich einen Plan: new.stawi.net wird die neue, schlanke Version. Alte Beiträge wandern rüber, alles wird aufgeräumt, alles wird besser.

Wir lassen das besser.

Die Realität sieht anders aus: 1315 Beiträge, über 7000 Fotos und mein Anspruch an Qualität – das ist kaum umsetzbar, ohne zu viel Freizeit dafür zu opfern. Und ehrlich? Ich habe andere Dinge zu tun als monatelang alte Blogposts zu migrieren.

Das Wichtigste in Kürze

Die Erkenntnis: Eine komplette Blog-Migration von 1315 Beiträgen ist unrealistisch. Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, zu viel Anspruch.

Der neue Plan: new.stawi.net wird zum Testlabor für Themes, Designs und neue Ideen. stawi.net bleibt stawi.net – wird aber renoviert.

Die Überraschung: Beim Durchkramen meiner Schränke fand ich alte Datenträger mit vielen Bildern ab 2002. Alles da. Alles gesichert.

Das Ziel: stawi.net wird wieder zu dem, was es immer war: Mein Blog, mein Tagebuch, mein Geschichtsbuch.

Die Realität nach dem Crash

Nachdem Gemini meinen Blog pulverisiert hatte, war der erste Gedanke: „Jetzt machen wir alles neu und besser!“ Ein frischer Start, eine schlanke Installation, nur die besten Beiträge.

Dann habe ich angefangen, die Zahlen zu rechnen:

  • 1315 Beiträge durchgehen
  • Jeden einzelnen lesen und entscheiden: Bleibt oder geht?
  • Überarbeiten, wo nötig
  • Links prüfen und aktualisieren
  • Kategorien neu strukturieren
  • Über 7000 Fotos neu hochladen und zuordnen

Selbst bei optimistischen 10 Minuten pro Beitrag wären das über 200 Stunden Arbeit. Bei realistischen 30 Minuten? 650 Stunden. Das sind fast vier Monate Vollzeitarbeit.

Und genau da wurde es interessant: Ich bin nicht bereit, vier Monate meines Lebens in eine Blog-Migration zu stecken.

Der neue Plan: Zwei Blogs, zwei Funktionen

new.stawi.net wird zum Testlabor

Statt mühsam alte Beiträge zu migrieren, nutze ich new.stawi.net jetzt als Spielwiese:

  • Neue Themes ausprobieren, bevor sie auf stawi.net kommen
  • Designs testen, ohne das Hauptsystem zu gefährden
  • Plugins ausprobieren (ja, auch Bildoptimierung!)
  • Neue WordPress-Features testen
  • Experimente mit Layouts und Strukturen

Kurz: new.stawi.net ist meine Spielwiese. Dort kann ich Dinge kaputt machen, ohne dass es jemanden interessiert.

stawi.net bleibt stawi.net – wird aber renoviert

Das Backup hat stawi.net gerettet. Alle 1315 Beiträge sind da. Alle 7000+ Fotos sind da. Nichts ist verloren. Ein paar Verweise sind flöten gegangen. Aber das merkt wohl am ehesten ich selbst.

Statt alles neu zu machen, renoviere ich: Aufräumen, ja. Optimieren, ja. Aber keine komplette Migration. stawi.net bleibt, wo es ist – mit all seinen Geschichten, Erinnerungen und Bildern.

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Die Entdeckung im Schrank

Beim Durchkramen meiner Schränke – auf der Suche nach ganz anderen Dingen – fand ich sie: Alte Datenträger. CDs, DVDs, externe Festplatten aus längst vergangenen Zeiten.

Neugierig geworden, habe ich sie durchgeschaut. Und siehe da: Alle Bilder. Alles ab 2002. Viele Originale, vor jeder Kompression, vor jedem WordPress-Upload, vor jedem automatischen Resize.

Das ist wie ein Schatz. Jahre an Fotografie, Reisen, Momenten – fast alles in Originalqualität verfügbar. Manche Fotos hatte ich auf stawi.net nur noch in 800×600 Pixel, weil ich damals dachte: „Das reicht doch für einen Blog.“

Heute, mit modernen Bildschirmen und Retina-Displays, sehen diese kleinen Bilder… nun ja, klein aus.

Was bedeutet das für stawi.net?

stawi.net war schon immer mehr als nur ein Blog. Es ist mein digitales Tagebuch. Mein Geschichtsbuch. Ein Archiv von über 20 Jahren Leben, Reisen, Gedanken und Fotos.

Und genau das soll es bleiben – und wieder werden.

Die nächsten Schritte:

  • stawi.net technisch aufräumen (Plugins, Datenbank, Performance)
  • Die wichtigsten Beiträge mit hochauflösenden Originalfotos aktualisieren
  • Struktur überarbeiten, aber Inhalte behalten
  • Backup-Strategie verbessern (das Gemini-Desaster war lehrreich!)
  • Aber: Keine Hetzjagd. Keine vier Monate Vollzeit. Langsam und stetig.

Was ich gelernt habe

Perfektion ist der Feind von „fertig“

Mein ursprünglicher Plan – alles neu, alles perfekt, nur die besten Beiträge – war zum Scheitern verurteilt. Zu ambitioniert, zu zeitaufwendig, zu perfektionistisch.

Besser: Das Bestehende bewahren und Schritt für Schritt verbessern.

Zwei Systeme sind besser als eins

new.stawi.net als Testumgebung zu nutzen, war die beste Entscheidung. Dort kann ich experimentieren, ohne Angst vor Folgen. Funktioniert etwas? Großartig, dann kommt es auf stawi.net. Geht etwas schief? Egal, ist ja nur der Test-Blog.

Analoge Backups sind Gold wert

Diese alten Datenträger im Schrank – vergessen, verstaubt, aus der Zeit gefallen – sind wertvoller als jedes Cloud-Backup. Sie sind physisch. Sie sind offline. Sie überleben WordPress-Crashs, Gemini-Desaster und alle digitalen Katastrophen.

Geschichte ist wichtiger als Design

stawi.net muss nicht perfekt sein. Es muss nicht das schönste Theme haben. Es muss nicht die schnellste Ladezeit haben.

Aber es muss meine Geschichten bewahren. Die Reisen, die Momente, die Gedanken von über 20 Jahren. Das ist wichtiger als jedes moderne Design.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich:

  • stawi.net technisch stabilisieren – ohne große Umbauten
  • Die Bildqualität verbessern – Schritt für Schritt mit den Originalfotos
  • Wichtige Beiträge überarbeiten – nicht alle, aber die, die es wert sind
  • new.stawi.net als Playground nutzen – für alle verrückten Ideen
  • Weiterschreiben – neue Geschichten, neue Reisen, neue Gedanken

Und das Wichtigste: Ich nehme mir die Zeit dafür. Keine Hetzjagd. Keine vier Monate Dauerstress. Sondern langsam, stetig, nachhaltig.

Was denkst du?

Hast du auch schon mal einen zu ambitionierten Plan gehabt, der dann an der Realität gescheitert ist? Wie gehst du mit alten Blogs, Fotos und digitalen Archiven um? Und hast du auch noch alte Datenträger im Schrank, die auf Wiederentdeckung warten?

Lass es mich in den Kommentaren wissen – ich bin gespannt auf deine Geschichten!

Dankeschön fürs Lesen – und bleibt realistisch mit euren Plänen. Manchmal ist „gut genug“ besser als „perfekt, aber nie fertig“.

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