Jimmy Sommerville gibt es auch noch…

…oder Rosenstolz liefert ein schönes Konzert in Köln

Es ist nun schon eine Woche her, da waren wir mit Freunden beim Rosenstolz Konzert am Tanzbrunnen in Köln. Das Wetter und die Leute waren schon ein Garant für einen tollen Sonntagabend.

Auf dem Plakat stand sogar etwas von Jimmy Sommerville. Er sollte im Vorprogramm auftreten. Ich selber hatte schon Pech mit reinen Jimmy Sommerville Konzerten, die nie stattfanden. Als Vorgruppe, war er auch nie da, wo er sein sollte. Mein Freund Sascha hat ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. So konzentrierten wir uns auf Rosenstolz, die wir das letzte Mal im Jahre 2002 im E-Werk in Köln erlebt hatten.

Die Wetten für Jimmy standen mehr als schlecht. Um 19:30 Uhr kam dann auch Peter, von Rosenstolz, auf die Bühne und begrüßte das Publikum. Und siehe da…

…Peter kündigte Jimmy Sommerville an. Somit hatten wir unsere Wette verloren und Jimmy Sommerville durfte uns was vorsingen. Auf eine Band wurde verzichtet und die komplette Musik kam vom Band. Allerdings sang er wohl selber Live. Genauso wie seine beiden Background Sänger, bzw. Sängerin.

Es war fast zu erwarten das da nicht viel Neues kommt. Gerade mal ein Stück sang Jimmy Sommerville aus seinem neuem Album „Home“ das im Herbst 2004 erscheinen soll. Den neuen Song „Come on“, hat er gemeinsam mit „Rosenstolz“ kreiert. Wohl auch einer der Gründe, weshalb er mit AnNa und Peter auf Tour ging.

Jimmy Sommerville, heute 42 Jahre, hatte wohl seine beste Zeit mit in den achtziger. Erst mit „Bronski Beat“ und anschließend mit „The Communards“. Gerade die Songs „Why?“, „Samlltown Boy“ und „Don´t Leave Me This Way“ dürfte einigen Leuten, heute noch in den Ohren liegen. Nach seinen beiden Soloalben „Read my Lips“ (1989) und „Dare to love“ (1995) wurde es recht still um ihn. Es folgten ein paar Singles und dann 1999 das Album „Manage the damage“ und im Jahre 2000 „Root Beer“. Diese fand allerdings schon weniger Beachtung. Außer das eine oder andere „Best of…“ Album, habe ich in den vergangenen Jahren Jimmy Sommerville dann überhaupt nicht mehr wahrgenommen.

Das man ihn nicht mehr ganz so wahr nimmt, hatte wohl auch Jimmy Sommerville verstanden und so sang er seine „Klassiker“. Nach einer halben Stunde war dann schon wieder alles vorbei. Nach dem er paar Mal brav „Danke“ auf Deutsch gesagt hatte, verschwand er dann auch schon von der Bühne.

Sound und Stimmung waren gut und Jimmy Sommerville war als „first act“ somit mehr als okay.

Um kurz nach acht kamen dann AnNa und Peter mit Band auf die Bühne. Eingeheizt von „Sternraketen“ gingen die ca. 7.500 – 8.500 Zuschauer (eigne Schätzung) sehr schnell mit. „Rosenstolz“ bewies, das sie eine Live Formation sind. Die Songs, die Musik und die Bühnenpräsenz waren von Beginn an fantastisch. AnNa und Peter spielten Songs aus ihrem neuem Album „Herz“, aus ihrem letzen Album „Macht Liebe“ und Songs aus ihrer dreizehnjähriger Geschichte.

Egal ob „Liebe ist alles“, „Amo Vitam“, „Lachen“, „Die Schlampen Sind Müde“, „Bastard“ oder „Schlampenfieber“ in der diesjährigen „Hochschul-Version 2004“, „Rosenstolz beflügelte das Publikum bis kurz vor 22 Uhr mit zwei Zugaben.

Sound, Band, und Performance waren Bestens und es hat einfach Spaß gemacht, dieses Konzert zu erleben. Vielleicht war es an der einen oder anderen Stelle ein bisschen „Balladenlastig“, aber es war schön „Rosenstolz“ mal wieder Live zu erleben.

Am Samstagabend, 12.06.2004, hatte „Rosenstolz“ das letzte Konzert ihrer Tour. Peter und AnNa schwimmen derzeit auf der absoluten Erfolgswelle. Das Abschlusskonzert in Berlin war, wie die ganze Tour, ausverkauft. Zum Ende wurde dann „Rosenstolz“ mit Platin und Doppel-Gold ausgezeichnet.

Platin gab es für das aktuelle „Rosenstolz“ Album „Herz“ und Gold für die DVD „Live aus Berlin“ und das Album „Macht Liebe“. Innerhalb der letzten zwei Monaten haben 120.000 Zuschauer bei 30 Konzerten in Deutschland und Österreich „Rosenstolz“ zugejubelt. So die Presseinformationen. Mit dem Album „Herz“ haben AnNa und Peter sogar Georg Michael vom ersten Platz in den Charts gekickt.

Ein toller Tourneeabschluss, für eine noch tollere Band. Zusatzkonzerte folgen im November 2004.

Am Montag, den 14.06.2004 erschient die Single, „Ich will mich verlieben“ im Handel.

Links zum Artikel: www.rosenstolz.de und www.jimmysomerville.co.uk