Hallo lieber Freund!

Es ist im Moment bisschen schwer, den Humor nicht zu verlieren. Dennoch versucht man sich durch Witze bei Laune zu halten. Bei all dem was derzeit passiert und was man liest oder hört, ist einem manchmal schon übel.

Deutschland reagiert nun genauso wie schon viele andere Länder. Es wurden Großveranstaltungen untersagt. Öffentliche Gebäude dürfen nur noch eingeschränkt besucht werden. Museen, Kindergärten, Schulen und Theater schließen. In der Zwischenzeit werden sogar in Teilen Veranstaltungen jeglicher Art untersagt.

Das soziale Leben soll zur Ruhe kommen.

Der Coronovirus dadurch ausgebremst werden.

Wo die Reise hingeht, vermag keiner zu sagen.

Sascha und ich machen nach Möglichkeit Homeoffice, was nicht immer geht.

Als Mitglied der Geschäftsleitung in unserem Unternehmen, bin auch ich derzeit manchmal recht rat- und ideenlos. Was ist richtig? Was ist falsch? Ich versuche mit unseren Leuten in Kontakt zu bleiben.

Ja, ich versuche dabei auch Mut und Zuversicht dabei zu vermitteln. 

Wir versuchen gemeinsam Kundenwünsche zu erfüllen, auch wenn dies zunehmend schwieriger wird. Oft haben wir dabei doch das Gefühl, nichts zu erreichen.

Wir haben bisschen Kontakt zu Freunden nach Italien und bemerken dort die Hilflosigkeit und Wut der Menschen. Jedoch Zwischendurch auch die Zuversicht, das alles wieder besser wird. 

Italien, Frankreich und Spanien verhängen regelrechte Ausgangssperren. Das soziale Leben kommt zum erliegen.

Meine persönliche Erwartung ist die, dass es unweigerlich auch in Deutschland, somit in ganz Europa und Weltweit zu einem Stillstand kommen sollte, um die Infektionen zu verlangsamen. Ansteckungen zu vermeiden, bevor alles kollabiert.

Sorge habe ich um eine eigene Erkrankung relativ wenig, denn wenn es passiert ist es so und mein Körper sollte es noch verkraften. Ich versuche die Hygieneregeln zu beachten und körperliche Kontakte zu vermeiden.

Sorge habe ich davor, Freunde zu verlieren, die eventuell eine Infizierung mit dem Coronavirus nicht überstehen. Es nicht überleben.

Eine gewisse Angst habe ich vor einer Panik und vor dem totalen Chaos, was hoffentlich nicht eintritt. Menschen reagieren oft genug komisch und auch hier weiß keiner was am nächsten Tag passiert.

Aktuell bin ich es leid, mit Menschen über unsinnige Dinge im Job oder auch im privaten Umfeld endlos zu Diskutieren oder gar zu streiten. Ich denke es ist das Wenigste, was wir jetzt brauchen können. 

Und ich hoffe! 

Ich hoffe das wir das alles soweit gut überstehen werden. Ich hoffe das wir bald wieder mit unseren Freunden aus aller Welt friedvoll, mit einem Glas Wein, anstoßen und uns dabei in die Augen schauen können. 

Und ich hoffe, dass wir die Gesundheit und auch die Genesung in der Zukunft wertschätzen. 

Passt gut auf Euch, auf mein Freund.

Bis bald.

Dein 

Matthias

Hintergrund

Der Virus mit dem Mundschutz ist eine Arbeit von einem alten THW Kameraden von mir. Sven befasst sich seit einigen Jahren mit Bildbearbeitung und hatte diesen Virus Ende Februar das erste mal präsentiert, jedoch dann wieder aus seinem Facebook Profil entfernt. Anfang März veröffentlichte er das Bild erneut und es gibt in der Zwischenzeit sogar Shirts mit dem Virus.

Der Bezug zu Sven und dieser Virus, zaubert mir immer wieder ein Lächeln in mein Gesicht. Aktuell sehe ich diesen Virus jeden Tag, wenn mein Telefon klingelt. 

Ja, die Situation ist ernst. Jedoch ist lachen auch gesund.

Sven möge mir verzeihen, dass ich nun ungefragt sein Virus verwende. Aber solche Vieren verbreiten sich halt selten planmäßig.

Meine Zeilen an einen Freund, hatte ich am Samstag, am frühen Abend, in einer etwas kürzeren Form an meinen Freund Ivo in der Schweiz geschrieben. Er hatte mich mit einem etwas verrückten Bild zum lachen gebracht, nachdem ich aktuelle Nachrichten las. Ivo bekam die erste und persönliche Form dieser nachdenklichen Zeilen. 

Heute Nacht war es mir nun einfach ein Bedürfnis, es es mal allgemein loszuwerden und nicht nur für meine Freunde und Bekannte zu veröffentlichen.

Wir alle Wissen nicht, was dieser Coronavirus mit uns letztendlich machen wird. Jeder von uns oder viele von uns, haben diesen zu Beginn auf die leichte Schulter genommen. Sicherlich sind die „Fallzahlen“ gemessen an der Bevölkerung nicht so hoch.

Jedoch habe ich verstanden, dass unser Gesundheitssystem mit dieser Pandemie Kollabieren kann. Dies gilt es zu verhindern. Damit nicht noch mehr Menschen sterben.

Bitte bliebt gesund und passt gut auf Euch auf.

1 Kommentar
  1. Michael Schepers
    Michael Schepers sagte:

    Sehr schön geschrieben! Und ich denke, daß es Vielen so ähnlich geht. Die Pandemie und deren Auswirkung verändern nun unser ganzes Leben und man weiß nicht, wo die Reise hingeht …..
    Letztendlich mache ich mir auch mehr Sorgen um meine Familie, da Einige von ihnen schon diverse Vorerkrankungen haben und somit zu den Risikogruppen gehören.
    Auch Sorge bereitet mir, das ich selber ein Überträger sein könnte, ohne es zu merken!
    Auf einer psychiatrischen Station sind genug Individuen, welche das Wasser scheuen, als wäre es Gift! Denen dann noch zu erklären, sich regelmässig die Hände zu waschen oder mal irgendwas vor das Gesicht zu halten, wenn man niest oder hustet, ist ein Ding der Unmöglichkeit!
    Also das Beste hoffen und darauf warten, ob sich morgen die Welt noch weiter dreht ……

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