Da war ich doch ein bisschen baff. Falsch rechts abgebogen, ja das geht in Köln, und 100 m weiter steht eine Verkehrskontrolle der Kölner Polizei.

Ein Polizeibeamter springt, ohne Warnweste und Kelle, auf die rechte Spur der Inneren Kanalstraße, Höhe „Colonius“, auf eine dreispurige Straße um mich vom Mittelstreifen „herauszuholen“.

Als verständnisvoller Autofahrer bin ich dann auch sogleich um die Pylonen gefahren und habe meine Fahrzeug mit Warnblinklicht abgestellt, nachdem ein deutliches Zeichen kam, wo ich stehen bleiben soll.

Ein weitere Polizeibeamter erklärt mir das es sich um eine Verkehrskontrolle handelt und bittet um meine Papiere. Nach einer kurzen Sichtprüfung der Papiere, kam dann schon meine Lieblingsfrage, auf die ich nie so richtig Antworte: „Sie wissen warum wir Sie anhalten?“

Ich vermute da etwas. :mrgreen:

Der nette, gutaussehende Beamte bestätigt es sogleich. „Sie sind falsch recht abgebogen. Die vorgegebene Fahrtrichtung war eindeutig ausgeschildert. Sind Sie mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 10,00 € einverstanden?“ 😳

Wer kann schon, in flagranti erwischt und bei einem so netten Menschen, „Nein“ sagen? Ich stimme zu und der nette Herr von der Rennleitung bittet mich zum Dienstfahrzeug. Da die Kölner Polizei nicht mehr Bar kassiert, solle ich bitte meine EC-Karte mitbringen. Ein zweites Mal baff, folge ich dem jungen Mann, nachdem ich mein Auto ordnungsgemäß verschlossen habe. Soll ja keiner auf dumme Ideen kommen.

Und tatsächlich, er zieht ein Terminal aus der Tasche, gibt 10,00 € ein und ich muss nur noch meine Geheimzahl Eintippen und Bestätigen.

Das ging ja Fix und hier auch sogleich mein erster Knolle aus einem EC-Karten Terminal der Kölner Polizei.

Knolle mit EC-Karte bezahlt

Persönliche Daten inkl. Unterschrift des Polizeibeamten sind auf dem Bild gelöscht .

Allerdings kann ich mir ein Fazit nicht verkneifen:

Die Kölner Polizei wird moderner und unvorsichtiger.

Klasse das man nicht mehr so ein komisches Gefühl hat, wenn man einem Polizeibeamten 10,00 € in die Hand drückt. Super, wenn das System funktioniert und der Beamte im Umgang geübt ist. Bargeldlos bezahlen am Straßenrand, hat schon was.

Allerdings sollten einige Beamte noch einmal darin geschult werden, wie man im fließenden Verkehr unter Berücksichtigung der eignen Sicherheit und Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeug anhält.

Das hätte auch böse ausgehen können, wenn man bedenkt das die Innere Kanalstraße an der besagten Stelle dreispurig ist und dort 70 Stundenkilometer erlaubt sind.

Dennoch ein Link zum Thema www.polizei-koeln.de.