Altes noch aktuell

Vor rund zweieinhalb Jahren habe ich den Artikel „DISKRIMINIERUNG ODER VORSORGE“ verfasst. Es ging um das Spenden von Blut etc. und meine Verägerung.

Das dieses Thema immer noch aktuell ist, zeigte ein Beitrag den ich heute gelesen habe. Schwules BlutNicht jeder, der Blut spenden möchte, darf es auch. Ein wenig provokant in der Überschrift, jedoch um so ehrlicher im Inhalt.


Wie es sich für Deutschland gehört, gibt es sogar einen Verein mit dem Namen Schwules Blut e.V. Am Anfang dachte ich, okay, gut das da welche sind, die drauf aufmerksam machen.

Nur finde ich die folgende Antwort im FAQ nicht in Ordnung:

Macht man sich strafbar, wenn man als Schwuler trotzdem Blut spendet?
Nach unseren Informationen: Nein. Ein Spendedienst sagte uns inoffiziell dazu, dass nur ein Arzt, der um diesen Umstand weiß, und trotzdem die Spende in Umlauf bringt, belangt werden kann.
Im Klartext: Wenn Sie ganz sicher gesund sind und spenden möchten, dann lügen Sie bitte auf dem Fragebogen. Das ist die gängige Praxis, und die Organisationen sind froh um jeden gesunden Spender.

Quelle: www.schwulesblut.de

Ich denke es gibt da draußen genug Männer und Frauen die sich selbst zu keiner Risikogruppe zählen und vielleicht auch nicht ganz die Wahrheit sagen, wenn sie gefragt werden.

Lügen bei solchen Fragen halte ich für kontraproduktiv.

Vielmehr müssen andere Lösungsansätze geschaffen werden. Sprich Testverfahren für Spenderblut, die ganz einfach gewisse Risiken zum Ausschluss bringen.

Wäre das geklärt, würde ich mich sicherlich auch bei der DKMS als Spender zur Verfügung stellen. Da gilt derzeit jedoch das Gleich wie bei der Blutspende:
Personen, die zu den von der Bundesärztekammer festgelegten Risikogruppen gehören, dürfen nicht spenden.