Wie immer werden im Sommer Blutspenden knapp. Wie jedes lese ich darüber und denke mal nach, ob ich nicht Spenden sollte. Bisher hatte ich mich aber mit dem Thema nicht näher befasst und meistens wieder ad acta gelegt.

Gestern jedoch habe ich mich mit dem Blutspenden mal näher befasst. Ergebnis, ich habe zwar eine recht Gängige, dafür aber eine gut kombinierbare Blutgruppe.

Beim Durchlesen der Merkblätter und Fragebögen wurde ich immer wieder daran erinnert das ich zu einer sogenannten „Risikogruppe“ gehöre. Grund dafür, ich bin Schwul.

In einem Bogen stand drin, als Angehöriger einer Risikogruppe darf man nicht spenden, in einem Anderen nur, dass man es angeben muss. Somit habe ich einfach mal in der Kölner Blutspendezentrale angerufen.

Nachdem ich schnell auf den Punkt kam, musste sich die junge Frau erst einmal erkundigen. Als Antwort kam dann sehr schnell ein, nein und danke für den Anruf.

Das gibt mir nun wieder zu denken. Zum Einen, was ist mit den Leuten die nicht ehrlich sind? Die können ja theoretisch spenden. Was ist mit den Leuten, die sich nicht bewusst sind, das sie zu einer Risikogruppe gehören oder es sich nicht eingestehen wollen?

Was passiert denn mit dem gespendeten Blut? Wird das irgendwie getestet? Wie hoch ist nun mein Risiko, wenn ich mal Blut als Empfänger benötige? Wie hoch ist nun eigentlich mein Risiko, wenn sich ein anderer, aus der Risikogruppe, verantwortungslos verhält?

Irgendwie hat die ganze Blutspende Geschichte nun bei mir einen unangenehmen Beigeschmack.

Wer also weiß, dass er nicht zu der folgenden Risikogruppe gehört, kann ja mal im eigenen Interesse an das Blutspenden denken.

· Homosexuelle und bisexuelle Männer
· Drogenabhängige (Fixer) – auch ehemalige
· Männliche und weibliche Prostituierte
· Personen, die Sexualkontakte gegen Bezahlung oder Drogen hatten
· Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern
· Einwohner von Gebieten mit hoher Durchseuchungsrate, insbesondere Zentral-, West- und Ostafrika, Südostasien,
Karibik, Südamerika
· Touristen, die in diesen Gebieten eine medizinische Behandlung (z.B. Operation, Injektionen, Bluttransfusionen)
erhalten haben
· Bluter (Hämophile)
· Sexualpartner der oben genannten Gruppen
· Sexualpartner von HIV-/Hepatitis B/Hepatitis C-Infizierten
· Personen, die in den letzten 12 Monaten mit einer/einem nur flüchtig Bekannten, sog. Gelegenheitspartner,
Geschlechtsverkehr hatten
· Strafgefangene oder ehemalige Strafgefangene
· Personen, die Syphilis hatten oder dagegen behandelt wurden

Quelle: www.medizin.uni-koeln.de/blutspende/

Weitere Infos und zentrale Rufnummer unter www.blutspende.de