Ehrlich gesagt, ich war erst einmal skeptisch, als ich heute auf queer.de den Artikel „Eine Insel für Schwule“. Erster Gedanke, so etwas hat uns gerade noch gefehlt. Nach der Devise ich bin schwul und lebe schwul, habe ich die Grundauffassung das ich mich nirgendwo verstecken möchte oder muss. Klar, es gibt immer wieder Momente, wo man sich nicht so gibt wie man ist. Auch im Urlaub kommt das vor, wenn man in entsprechende Länder reist oder zum Beispiel in einer familienfreundlichen Umgebung Urlaub macht. Mit familienfreundlich meine ich in dem Bezug auf Mama, Papa und die Kinder vereint im Urlaubsparadies.

Nun habe ich den oben genannten Beitrag gelesen und mich gleich mal auf der Homepage von www.gayisland.com umgeschaut. Zu Beginn war ich doch sehr überrascht, wie Detailliert sich der Visionär, der Münchener Unternehmer Carlo Didillon, die Insel vorstellt. Beim weiteren Durchlesen kam auf jedem Fall schon mal der Wunsch auf, dort Urlaub zu machen. Carlo hat sich sehr tiefgreifende Gedanken gemacht und ich bin derzeit auf der Suche nachdem, was vielleicht vergessen wurde.

gayisland

Die Vorstellung bisher, einen reinen schwulen Urlaub zu machen, hat mich in Vergangenheit öfters mal abgeschreckt. Einige Möglichkeiten gibt es mit Einschränkung ja bereits heute. Das ich so etwas noch nicht gemacht habe, liegt ganz einfach an meiner leicht grundkonservativen Lebenseinstellung.

Meine Idealvorstellung von Urlaub und meinem Leben ist, ich grenze niemanden aus und werde von niemanden ausgegrenzt. Das es nicht immer so ist und funktioniert, kann sich bestimmt jeder selbst denken.

Wie schon gesagt, die Webseite hat mich schon dazu gebracht, über einen Urlaub auf GayIsland nachzudenken. Vielleicht sogar mehr als das. Nur bis das soweit ist, wird noch ein wenig Zeit ins Land ziehen. Denn noch ist es eine Vision und es wird dafür viel Geld benötigt. Derzeit ist die Rede von einem Gesamtvolumen von rund zwei Milliarden Euro.

Ich werde das Projekt nun einfach mal im Auge behalten. So begeistert, wie von GayIsland berichtet wird, wird sich aus meiner Sicht dieses Projekt verwirklichen.

Hut ab vor dem Visionär und Mitbegründer Carlo, der bei seiner Planung nicht nur an das Vergnügen, sondern auch die Ökologie des Gesamtprojektes bedacht hat.

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