Da hat es nun tatsächlich acht Jahre gedauert, bis ich mal wieder nach London kam. Dabei kommt mir das gar nicht so lange vor. Ich musste auch erst einmal nachschauen, wann ich mit Sascha das erste Mal in London war. April 2002. Diesmal machte ich mich, anlässlich eines Swatch Events, alleine auf den Weg. Sascha musste arbeiten und so reiste ich alleine.

Viel zu früh, war ich am Donnerstag morgen um 04:00 Uhr aufgestanden. Viel zu schnell war ich am Flughafen Köln und am Gate von Germanwings. Vom Check-in bis zum Gate, inkl. aller Kontrollen, hatte ich tatsächlich keine 25 Minuten gebraucht. Nach einer Stunde Wartezeit ging es dann in Richtung London. Mit der einen Stunde Zeitunterschied landete ich um 7:25 Uhr in London Standsted.

Durch Steven, einen Freund in London, hatte ich zu seinem Tip auch noch einen Gutschein-Code für den Standsted-Express erhalten. Dieser bringt einen in vierzig Minuten zur Liverpool Street in London. Durch den Gutschein-Code fuhr ich zum Preis der 2.Klasse, entspannt in der 1.Klasse, was Morgens absolut Sinn macht. Je näher wir nach London fuhren, um so voller wurde der Zug.


Am Bahnhof nahm ich erst einmal Kontakt mit Steven auf. Er wollte mich spätestens um 10:00 Uhr abholen. So bummelte ich ein wenig in der Gegend herum und trank gemütlich einen Kaffee und aß einen kleinen Snack.

Da Sascha und ich erst diese Woche eine neue Kamera gekauft hatten, dachte ich ich, mal bisschen fotografieren, was mir hier so auffällt. Es war ein Denkmal, dass mir seit meiner Ankunft aufgefallen war. „Children of the Kindertransport“ von Frank Meisler. Das Monument erinnert an die Kindertransporte von rund 10.000, überwiegend jüdische Kinder, die nach Großbritannien gebracht und vor den Wirren des 2.Weltkrieges in Deutschland gerettet wurden.

Children of the Kindertransport

Um 09:45 Uhr war Steven dann auch schon mit Debbie da und wir fuhren mit der Tube. Hätte ich früher dran gedacht, hätte ich mir mal ein App von der Londoner U-Bahn auf mein iPhone geladen. Das ist nämlich super praktisch. Es ging mit der Circle Line zur Station Monument und von da mit der Nothern Line zur London Bridge. Wir trafen noch weitere Swatch Fans aus England und gingen erst einmal gemütlich Frühstücken. Als Deutscher braucht man schon einen guten Margen, um das englische Frühstück zu vertragen.

Nach einen kurzen Abstecher und dem Check in, im Mercure Hotel, ging es erst einmal in einen Pup. In der Zwischenzeit war es 12:00 Uhr und so konnte man sein erstes Bier entspannt genießen.

Im Pup

Steven

Debbie

Von dort ging es wieder in Richtung U-Bahn Station London Bridge, wo wir den Eingang zum „SHUNT“ suchen mussten. Das Shunt befindet sich unter der London Bridge, direkt hinter der Baustelle vom neuen Wolkenkratzer „Shard London Bridge„, der sich im Bau befindet.

Shard London Bridge

Derzeit kann man die ersten 20 Etage sehen. Jedoch wird dieses Gebäude mal 71 Etagen haben und somit 310 m hoch sein. Der verzögerte Baubeginn erfolgte am 16. März 2009, die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2012 geplant. Dies aber nur ab Rande.

Falsche Seite, das ist der Ausgang.

Zweimal um den Block und schon fand wir direkt am Ausgang der U-Bahn den Eingang zum Shunt.

Der richtige Eingang.

Nach einer kurzen Begrüßung ging auch schon die angekündigte Pressekonferenz von und mit Swatch los. Die ich hier nicht näher erläutere, da dies alles schon im Swatch-Blog zu finden ist.

Pressekonferenz

Fotoshooting

Das Shunt besteht aus alten Versorgungsgängen und Nebenräume.

Direkt im Anschluss der Pressekonferenz, erhielten wir die Swatch The Club Uhr 2010.

Club Uhr - PLAYA LOOK

Ich bummelte noch ein bisschen durch den Shunt und schaute mich um.

Ein Baum vor den Toiletten.

Für Dirk der Hai hinter Schloss und Riegel.

Dekorativ eine tolle Idee, aber Abstellraum für Reinigungsgeräte? So etwas kann wohl auch nur mit auffallen.

Diese Wand könnte ich mir zu Hause vorstellen.

Versuch einer interessanten Fotografie.

Nach der Pressekonferenz fuhr uns ein alter Doppeldecker Bus, Baujahr ca. 1960, zurück zum Hotel. Obwohl das Hotel Fußläufig erreichbar war, musste man diese Fahrt einfach mit machen.

Routemaster

Der Busfahrer hatte auch eine Menge zu tun. Schließlich wird dieser Bus nicht mehr im Nahverkehr eingesetzt und ihm fehlen so wichtige Dinge, wie eine Servolenkung. Der Routemaster in dieser Form, wird seit 2005 nicht mehr in London im Linienverkehr eingesetzt.

Spiegelung

Etwas verspätet ging es dann wieder mit dem Bus zum Abendessen in Delfina. Zuvor gab es einen kleinen Empfang, bei dem Autogrammwünsche von den anwesenden Künstlern erfüllt wurden und man sich gemütlich mit Freunden aus aller Welt unterhalten konnte.

Ich behielt mal alles im Auge.

Das Abendessen mit drei Gängen, fand in einem toll und schlicht dekorierten Saal statt.

Speisesaal

Zurück ins Shunt

Nach dem Abendessen ging es zur Party ins Shunt. Dort legten DJ´s auf und wir konnten uns an der ViP Behandlung erfreuen.

Der Dancefloor

Nach Mitternacht gab es noch Livemusik mit den Stevans.

The Stevans

Der Abend war kurzweilig und man bemerkte kaum die Zeit, die vergangen war. Nach dem viele Bekannte schon in ihren Hotels waren, machte ich mich auf den Fußweg zum Hotel. So schaffte ich es dann gegen 2:30 Uhr einzuschlafen.

Zum Frühstück um 08:00 Uhr traf ich wieder einige Bekannte. Als einziger Deutscher im Hotel, war ich Ausnahmsweise von Schweizer, Italiener, Franzosen und Engländern umgeben. Ein multilinguales britisches Frühstück kann dabei sehr anstrengend, aber auch witzig sein.

Ich verließ dann das Hotel und machte mich alleine auf den Weg in die Stadt. Mit der Tube bis zur Bond Street und von dort aus Über die Oxford Street, der Regent Street und vielen Straßen weiter bis zur U-Bahnstation St.Paul. Fotografiert habe ich nicht viel, da das Wetter einfach zu uselig war.

Musical - Priscilla

Freie Sicht auf das Musical Theater.

Blick zu St.Paul

Von dort ging es zur Liverpool Street und zurück zum Flughafen Standsted. Mit rund 20 Minuten Verspätung, startete ich dann wieder in Richtung Köln.

Letztendlich waren es anstrengend 32 Stunden, die riesigen Spaß gemacht haben und bei denen ich viele Eindrücke sammeln konnte. So ganz nebenbei, konnte ich ein wenig an mein Englisch arbeiten. Fazit: Ich kann Englisch besser lesen als verstehen und sprechen.

Das nächste Mal, nehme ich aber wieder meinen Sascha mit.

Danke an alle, die mich bei meiner Tour durch London Unterstützt und begleitet haben. Vielen Dank an Swatch The Club, für die tolle Organisation.