Das Tor ist da!

So der Anruf letzten Freitag von Sascha. Okay, das Tor ist da, jedoch nicht am Stück. Das Bild was ihr hier seht, ist das alte Tor beim Einzug in unser Haus.

Erst einmal von Anfang an. Als Ende 2006 wir unser Haus bezogen gab es noch ein zweiflügliges Holztor in grün. Das überlebt jedoch schon nicht einmal das Ende der Sanierungsarbeiten im Jahre 2007. Durch das Ein- und Aushängen während den ganzen Anlieferungen und der Bauphase im Hof, fiel es einfach in sich zusammen.

Ziel war es von uns, ein Schiebetor einzubauen. Wie das jedoch so ist, bevor man draußen Geld für das eine oder andere ausgibt, macht es sich im Haus schön. So lebten wir die letzten dreieinhalb Jahre ganz gut ohne Hoftor. Dies scheint jedoch magisch irgendwelche Gestalten anzuziehen. Egal ob am Tag oder in der Nacht, auf einmal stehen irgendwelche Menschen auf unserem Hof und schauen sich um.

So ist das halt in Deutschland, man muss sein Grundstück einzäunen und dicht machen, damit es keiner als Einladung versteht. Finde ich nervig. Nun musste ein Schiebetor mit Antrieb her. Das Fundament dazu, gibt es schon seit fast vier Jahren. Wir holten also Angebote ein und stöberten im Internet. Egal ob man sich so ein Schiebetor zum Selbsteinbau bestellt oder als fix und fertige Leistung. Die Preisspanne begann bei 3.500,00 € und war bei 7.999,00 € noch nicht zu Ende. Autsch ist das teuer!


Neue Lösung kam auch nicht in Frage. Dann entdeckte ich einen Bausatz für ein Schiebetor mit Elektroantrieb. Material Aluminium mit allem was man zum Bauen braucht. Diverse Mails und Recherchen später, hatten wir das Schiebetor als Bausatz bestellt. Am Freitag brachte dann ein Spediteur die Einzelteile mit einem Gesamtgewicht von rund 60 kg.

Ein Schiebetor in Einzelteilen.

Material auf Vollständigkeit prüfen, Bauanleitung lesen, Werkzeug zusammenstellen, Ständerbohrmaschine ausleihen und los ging es.

Mit diesen Profilen erreichen wir unsere optimale Torbreite.

Tag 1:
Es ist Samstag und wir haben noch viele andere Dinge vor. Zum Beispiel Abends auf den Mittelalter Markt zum Fühlinger See in Köln.

Bohrplatz eingerichtet.

Nach dem provisorischen Einrichten einer Arbeitsfläche bohren wir mittels Bohrschablone unsere ersten 88 Löcher für Fries- und Füllstäbe in den Untergurt. Das ganze Dauert vom Mittag bis zum Spätnachmittag. Soll ja alles richtig werden. Feierabend.

Die letzten Löcher am Untergurt.

Tag 2:
Sonntag nach dem Aufstehen bohren wir die nächsten 88 Löcher für die Fries- und Füllstäbe in das Obergurtprofil.

88 Löcher im Obergurt.

Arbeiterdenkmal.

Am Nachmittag geht es dann weiter. Es werden die ersten 32 Füllstäbe und 6 Friesstäbe mit 88 Schrauben auf dem Untergurt verschraubt.

Das erste Feld mit 2 Fries- und 8 Füllstäben steht.

Alles noch ein bisschen wackelig, aber es sieht nach so etwas wie einem großen Gitter aus.

Am Abend sind alle Stäbe am Untergurt verschraubt.

Tag 3:
Montagabend nach Feierabend. Nun wird der Obergurt auf die 32 Füllstäbe und 6 Friesstäbe mit 88 Schrauben verschraubt.

Hier ist der Obergurt an den Stäben bereits fixiert.

Diese Perspektive macht deutlich, was es zu Schrauben gibt.

Es wird dunkel, Zeit für Arbeitsende und weiteres nachlesen der Bauanleitung.

Der Torflügel macht jetzt schon einen recht stabilen Eindruck. Vorteil, man kann ihn mit zwei Mann noch gut tragen.

Fortsetzung folgt…

Ein Kommentar

  • Juttalabbi

    Hey, dass Tor sieht ja schon cool aus.Edel, edel! Wird doch…..
    Viel Spaß weiterhin!!!

    LG
    Jutta