Feuerwehreinsatz in der Viehstrasse

War ja mal wieder klar. Ich bin brav arbeiten und bei uns vor der Tür geht die Luzie ab. Pünktlich um 09:00 Uhr bezog ein Löschfahrzeug der Mönchengladbacher Feuerwehr Stellung in unserer Straße. Kommandos wurden gerufen, Schläuche wurden ausgerollt und dann hieß es Wasser Marsch!

Das Geheimnis war schnell gelüftet. Kein Feuer, sondern eine Auflage der Stadt Mönchengladbach hatte für diese Aktion gesorgt. Der Reiterhof in unserer Nachbarschaft möchte gerne eine neue Reithalle bauen. Nur um die zu genehmigt bekommen, muss unter anderen sichergestellt werden das bei einem Brand genügend Wasser in der Straße zur Verfügung steht. Reicht der Druck der städtischen Wasserleitungen nicht, so muss der Bauherr einen entsprechenden Löschwasserteich mit anlegen.


Böse Kommentare erspare ich mir einfach mal. Es ist nur faszinierend, welche Bürde eine Stadt ihren Bürger zumutet und auferlegt.

Passt fast zu unserem Hausklärwerk. Wir müssen unser Abwasser fein säuberlich in drei Klärstufen klären und der Bauer von Nebenan verteilt seine Gülle aus dem Kuhstall auf seinem Acker. Gerade die letzten zwei Tage hatten wir wieder ganz intensiv etwas davon.

Wer das nun nicht ganz verstanden hat, für den noch mal im Klartext. Das was bei uns am Ende des Verdauungstrakt rauskommt, muss auf Grund fehlender Abwasserleitungen in der Straße, feinsäuberlich in unserem eigenen Klärwerk geklärt werden. Das was eine Kuh oder ein anderes Tier ausscheidet, wird auf dem Acker verteilt, von dem anschließend Gras, Kartoffeln, Gemüse etc. geerntet wird. Mahlzeit. 🙂

Nun aber Bilder von der Feuerwehr.