Unser Tagesziel Yosemite National Park

Wer früh ins Bett geht, ist auch früh wach. 3:00 Uhr war dann doch ein bisschen früh, so ging es erst gegen 6:00 Uhr unter die Dusche. Klamotten packen und um 6:40 Uhr zu früh beim Frühstück. Punkt 6:55 Uhr durften wir das Frühstücksbuffet stürmen. Gerne genossen wir es und freuten uns, dass es mit unserem ersten Hotel in USA so gut funktioniert hat. Service, Qualität, Zimmer und das Ganze drumherum, waren einfach hervorragend im Cova Hotel in San Francisco.

Kurz vor acht waren wir dann on the Road. Erstes Ziel, Gilroy. Gilroy Premium Outlet, zum bisschen gucken. Die ganzen Voucher hatten wir im Auto, also konnte es losgehen. Letztendlich vertrödelten wir etwas zu viel Zeit .Oakley, Polo und Levis hatten es uns angetan. Dennoch waren wir anständig und hatten nur ein paar Kleinigkeiten. Schließlich sollte man es nicht übertreiben, denn eine Ersparnis zu deutschen Preisen kann sich bei der Einreise in Deutschland ganz schnell in Luft auflösen.

Bei unserer Fahrt in Richtung Yosemite National Park, ging es dann weiter über den Interstate. Die reinste Rennstrecke, für Amerikanische Verhältnisse. Solche Straßen und vor allem den Platz, könnten wir in Deutschland gut gebrauchen. Ein Teil der Strecke war etwas karg, so rein landschaftlich gesehen. Hügel, kaum Vegetation und alles in herrlichen braun Tönen. Danach kamen unendlich gepflügte Felder.

Erkenntnis, die Farmer klagen über Wassermangel und leben hier in den reinsten Monokulturen. Fast schon bedrückend, war diese eintönige Fahrt.

Dann ging es in Richtung Yosemite Park. Die Landschaft änderte sich, wir fuhren erst mal die Berge rauf und dann wieder ganz weit runter ins Tal. Direkt im Park hatten wir noch etwa eine Stunde, um das Wichtigste zu sehen. In unserer gesamten Reiseplanung hatten wir den Sonnenuntergang nicht richtig berücksichtigt. Gegen 16:00 Uhr dämmerte es schon etwas und die Berge warfen lange Schatten. Dennoch ist der Yosemite Park eine Reise wert. Es gibt viel zu entdecken und zu erleben.

El Capitan ist ein etwa 1.000 Meter hoher Monolith im Yosemite-Nationalpark.

El Capitan ist ein etwa 1.000 Meter hoher Monolith im Yosemite-Nationalpark.

Blick in den Yosemite Valley.

Blick in den Yosemite Valley.

 

Wasserfall mit Winterpause.

Wasserfall mit Winterpause.

Es war Samstagabend und das Valley war voll. Gerade in der Nähe von Hotels und Geschäften, merkte man, wie viele Menschen hier waren. Als es dunkel war, fuhren wir in Richtung Hotel. Wir hatten ein viel zu teures Zimmer in der Yosemite Lodge At The Falls gebucht. Der Preis wurde uns bei der Massen von Menschen klar. Angebot und Nachfrage.

Das Hotel bewies durch sein Personal an der Rezeption, dass man sich hier nicht um Gäste bemühen muss. Die komen ja alle von selbst. Man musste den Leuten aus der Nase ziehen, wo das Zimmer ist. Dann verfiel unser Receptionist in ein Redeschwall und erzählte wo man Essen, Trinken und Rauchen darf. Das man das Auto ausräumen muss, damit die Bären nicht das Auto ausräumen. Kein Essen liegen lassen usw. Na? Das könnte ja eine kuschelige Nacht werden. So mit Bär im Arm. Es wurde auch schon merklich kühler.

Unser Zimmer gehörte noch zu den Renovierten Räumen. Der Flair einer Jugendherberge aus den Achtzigern, kam mir in den Sinn. Sauberkeit war mittelmäßig und die Ausstattung ging so. Passend zum Gesamtkonzept.

Sicherlich gibt es im Park keine Expansionsmöglichkeiten mehr. Aktuell scheinen dort die Leute, fast notgedrungen, die Häuser zu stürmen. Von den Fahrzeiten macht es wenig Sinn, außerhalb des Parks zu übernachten. Und so sind die Hotels etc. voll und man muss sich nicht um die Gäste bemühen. Essengehen kann man in einer Kantine. Bei unserem Blick da hinein, haben wir dankend abgelehnt.

Um einen Platz im Restaurant zu bekommen, muss man brav anstehen, sich einen Pieper geben lassen und wenn dann ein Tisch frei wird, kann man bei mittleren Service, ein mittelmäßiges Dinner zum überzogenen Preis genießen.

Zum Schlafengehen war es nach dem Essen viel zu früh. Also, ab in die Bar. Bisschen quatschen, den nächsten Tag planen, Bierchen trinken und dann schlafen gehen. So der Plan. Als wir reinkamen gab es keinen einzigen freien Platz mehr. Ein Stehtisch stand da ohne Hocker herum. Wir uns den geschnappt. Wir schauen gerade in die Karte, da werden wir begrüßt. Vier uns bekannte Swatch Club Member saßen da mit müden Augen und schlürften ihre Getränke. Ein großes Hallo und ein kurzer Bericht des Erlebten. So verging der Abend und bald hatten wir alle eine gewisse Bettschwere.

Da denkt man an nichts böses...

Da denkt man an nichts böses…

Im Zimmer schauten wir uns noch einmal die Strecke für den nächsten Tag an. Leider war der Tioga Pass seit drei Tagen gesperrt. Das hätte ein weiters schönes Erlebnis werden können, die Strecke und Fahrzeit wäre dafür auch noch etwas kürzer gewesen. So entschieden wir, früh aufstehen. Noch ein bisschen durch den Yosemite Park fahren und dann auf den Weg nach Las Vegas machen.

Die Klamotten waren sortiert, die Abreise vorbereitet und wir einfach müde. Um 21:00 Uhr war das Licht aus. Ich machte noch ein paar Notizen und schlief dann auch ganz schnell ein.

Die Bilder des Tages, bzw. des frühen Abends.