Dörenther Klippen

Dörenther was?

Die Dörenther Klippen, bzw. das Hinweisschild, sah ich auf meinem Weg nach Ibbenbüren. Bereits beim vorbeifahren legte ich für mich fest, da mache ich am nächsten Morgen einen kleinen Ausflug oder Spaziergang.

Ehrlich gesagt bis zu  dem Moment, als ich auf den Parkplatz zu fuhr, hatte ich noch nie etwas von den Dörenther Klippen gehört. Im Hotel in Ibbenbüren nahm ich mir kurz die Zeit, um mal zu schauen, was das ist.

Die Dörenther Klippen sind eine rund vier Kilometer lange und bis 159 m ü. NN hohe Sandstein-Felsformation entlang des oberen Südwesthangs des Teutoburger Waldes (Osning) im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Der überwiegende Teil der Klippen gehört zum Gebiet von Ibbenbüren, der kleinere Teil befindet sich auf Tecklenburger Gebiet.

Herausragende Einzelfelsen sind der „Dreikaiserstuhl“ im ostsüdöstlichen und das „Hockende Weib“ im westnordwestlichen Teil.[1] Zu einigen Felsgruppen und ihrer Namensgebung gibt es lokale Legenden – überregional bekannt sind die Klippen insbesondere durch das markante „Hockende Weib“, um das sich eine tragische Sage rankt.

Das steht so bei Wikipedia.

Die Dörenther Klippen trumpfen mit eindrucksvollen Felsformationen und geheimnisvollen Mythen auf. Bizarre Sandsteinfelsen säumen die schmalen Kammwege in allen Größen und Formen, die bis zu 40 Meter verwunschen in die Höhe ragen. Der berühmteste Felsen ist das „Hockende Weib“, um das sich eine tragische Sage rankt. Demnach handelt es sich um eine zu Stein gewordene Mutter, die ihre Kinder vor den herannahenden Fluten gerettet hat.

Die imposante Felslandschaft ist mit seinen umliegenden Wäldern als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Über Stock und Stein geht es Richtung Bocketal, der zweiten Einstiegsmöglichkeit des Rundweges. Von hier wird der steile Aufstieg zum Dreikaiserstuhl, dem alles überragenden Felsen im südöstlichen Teil der Dörenther Klippen, mit einem grandiosem Blick ins Tal belohnt. Zu den schroffen Felsformationen gesellen sich herrliche Mischwälder, malerische Hügellandschaften, weite Weiden und allein stehende landwirtschaftliche Anwesen in idyllischer Lage.

Erreicht man den Obstlehrpfad, möchte manch einer wohl zugreifen, wenn die Früchte seltener Sorten saftig an den Bäumen hängen. Für eine Stärkung ist allerdings die Almhütte am Ausgangspunkt besser geeignet. Hier können selbst diejenigen, die nicht gerne in den Felsen klettern, den Blick auf einer Aussichtsplattform in die Ferne schweifen lassen.

Das kann man bei www.teutoschleifen.de nachlesen.

Doch zuvor war ich in Ibbenbüren und hatte ein ganz besonders Erlebnis. Wer es noch nicht gelesen hat, ich war 1.200 m unter der Erde. Ein wahrhaft historisches Erlebnis.

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auf den Weg. Allerdings fuhr ich ohne Navi und erst einmal nicht in die ganz richtige Richtung. Kurze Zwischenstopp in Tecklenburg.

Why not? Es gibt schlechteres am Morgen. 

Blick ins Münsterland von Tecklenburg aus.

Nun schaltete ich doch mal mein Navigationsgerät ein und fuhr zum  Wanderparkplatz „Dörenther Klippen“ an der B219 südl. Sommerrodelbahn Ibbenbüren, Koordinaten 52.246494, 7.695761.

Dummerweise hatte ich nur ein paar Schuhe dabei , nämlich die an meinen Füßen. Vans, das einzige Paar Vans das ich besitze. Meine Trekking Schuhe standen zu Hause. Wasser hatte ich auch keines dabei, denn daran hatte ich nicht gedacht. Gut, für 9 km Wanderung habe ich auch nicht wirklich Zeit. Eigentlich müsste ich nach Hause und das Esszimmer weiter renovieren.

EGAL. Heute bin ich hier und wer weiss, wann ich hier wieder hier vorbei komme und dann auch noch trocknes Wetter habe.

Ich marschierte mit Kamera und zwei Objektiven los in den Wald und immer den Hinweisschildern nach. Ein älteres Ehepaar meinte noch, ich hätte mir das schlechteste Wetter zum fotografieren ausgesucht. Es wäre ja so bewölkt. „Wolken bringen Dynamik ins Bild.“ meine spontane Antwort. 

Wald

Bevor ich die ersten Felsen zu sehen bekam, merkte ich doch ein gewisses Schwitzen. Okay, da ist ein Schild zu einer „Alm“ einem Ausflugslokal, da wird es sicherlich etwas zu trinken geben.

Jetzt beim Schreiben des Artikels fällt mir auf, dass ich nicht nur falsche Schuhe an den Füßen hatte und ohne Wasser los bin, irgendwie hatte ich wohl auch vergessen das ich zweiundfünfzig Jahre alt bin. Sicherlich habe ich mich dort nicht so benommen. Da ich nahezu alleine unterwegs war, konnte mich keiner sehen und verraten.

Sehr schnell fand ich den einen oder anderen Weg über und um die Felsen. Klettern will ich das mal nicht nennen, aber es ging so in die Richtung. Aus meiner Sicht konnte ich dadurch einige tolle Fotos machen. 

Der erste Felsen

Selfi mit Fernauslöser iPhone

Kurze Pause und einfach nur schauen

Geile Aussichten

Mitten im Wald, gibt es ein paar Felsen, klasse

Fast am Ziel

Bei meiner ersten Ankunft, hinter dem Hockenden Weib, hatte ich gar nicht bemerkt, dass ich eigentlich am Ziel meiner Bemühungen war. Ich wollte zu diesem Weib, weil es das Highlight sein sollte. Ich stand da hinter und merkte es nicht. Den Warnschilder nach sollte man da auch nicht so direkt hin. Eigentlich sollte ich da überhaupt nicht stehen.

Nur heute war ich einfach mal Touri und Entdecker. So marschierte ich weiter durch die Felsen und dachte nicht an Gefahren.

Der Kleine macht sich breit

Felsformation

Nun war mir warm und ich hatte ein recht feuchtes T-Shirt auf dem Leib.

Nächster Halt: Ausflugslokal. 

Ich hätte es ahnen sollen. Schließlich kletterte ich die ganze Zeit in halsbrecherische Weise alleine herum. Und nein, Vans sind keine Kletter- oder Wanderschuhe.

Keine Menschenseele war hier unterwegs.

Ich kam als an dem Ausflugslokal an und stellte fest: Geöffnet ab 11:00 Uhr.

Ach? Die anderthalb Stunden, die ich zu früh bin. Ich trabte durstig zurück zu den Klippen.  Ein weiteres Hinweisschild zeigte mir, das ich auf dem Weg zum Hockenden Weib war. Laut Karten auf dem iPhone, nun keine 20m entfernt.

Bäume, Felsen, Bäume

Das Hockende Weib

Hätte ich vorher nicht bei Tante Google geschaut, ich hätte das eher für einen sitzenden Hund gehalten. Vor mir Aussicht und hinter mir das Weib.

Blick über das Münsterland

Das Hockende Weib

Tolles Licht und schöne Felsen

Einfach mal schauen.

Ich empfand das alles sehr überwältigend und wunderschön. Glücklicherweise habe ich mir nichts verstaucht und auch sonst keine Verletzungen zugezogen. Irgendwie war ich wohl einfach überdreht und kletterte wild durch die Felsen. 

Macht man das noch mit 52? Klar, wenn es geht.

Felsformation und Aussicht

Alles hat irgendwann sein Ende und meine Vernunft siegte. Eigentlich wollte ich noch die Felsen von unten fotografieren, jedoch fand ich dazu keinen passenden Platz.

Recht verschwitzt kam ich nach 51 Minuten wieder am Auto an und hatte 3,55 km und 40 Höhenmeter hinterher gebracht. Ich entschied mich noch einmal nach Ibbenbüren zu fahren, ein Kaltgetränk zu holen und noch ein paar Schüsse vom Bergwerk zu machen. Das hatte mich doch schon sehr begeistert.

Bei meiner Tour hatte ich noch die Streckenaufzeichnung aktiviert, so kann ich auch zeigen, wo ich herum geflitzt bin.

My way

Ich fuhr zu Wasseraufnahme nach Ibbenbüren rein und machte noch mal einen Stop am Bergwerk der RAG und dem Nordschacht in Metting

Osnabrücker Straße in Ibbenbüren

Förderturm vom Nordschacht

Es war für mich ein sehr fantastischer Morgen und toller Ausflug. Ich war zwar alleine, dennoch habe ich jeden Moment genossen und war keinen Moment einsam. Ein toller Vormittag.

Sorry, wenn ich Euch mit den Bildern nerve, jedoch erklärt es vielleicht etwas, was ich gefühlt habe, bei diesem kleinen privaten Erlebnis.

Noch nicht genug bekommen? Schaue dir doch alle Bilder im Fotoalbum an.

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