Streetart, Scherenbühnen und ein glücklicher Wetter-Fail
Eigentlich hatten wir Iserlohn so gar nicht auf dem Schirm. Dass wir am 14. Juni 2025 doch dort landeten, verdanken wir einer ordentlichen Portion Glück und dem miesen Wetter im Mai. Das is’ kult Sommerfestival musste nämlich wegen Dauerregen viele Termine verschieben – und so passte es im Juni perfekt in unseren Terminkalender.
Kulturfestival „IsKult“: David Strauzz war einer der eingeladenen Künstler für das IsKult Sommerfestival 2025. Bei diesem Festival ging es verstärkt darum, urbane Kunstformen in die Stadt zu integrieren.
Das Mural: Im Rahmen dieses Projekts entstand ein markantes Mural (Wandgemälde). David Strauzz arbeitet oft mit gefundenen Materialien und nutzt Techniken, die das Menschliche, die Identität und den Einfluss der Technik thematisieren.
Stil: Typisch für ihn sind Porträts, die nicht perfekt „glatt“ sind, sondern durch Linien, Tropfen und Textfragmente eine Geschichte von Erfahrung und vielleicht auch Erschöpfung oder digitaler Überlagerung erzählen.
Brother from another Mother in luftiger Höhe
Der Hauptgrund für den Trip war natürlich David Strauzz. Seit unserem Treffen im Dezember 2019 in Prag sind wir „Brothers from another Mother“. David in Aktion zu sehen, ist immer wieder ein Erlebnis. Er klebte an diesem Tag an einer riesigen Hauswand und bearbeitete den Beton mit Hilfe einer Scherenarbeitsbühne (eine Skyjack SJ6832 RT, für die Technik-Fans unter uns). Seine Art, Porträts mit urbaner Rohheit zu verbinden, ist weltweit einzigartig – und jetzt hat er auch in Iserlohn seine Handschrift hinterlassen.
Info:
David Strauzz ist ein kanadisch-tschechischer Künstler (geboren 1976 in London, Ontario), der heute in Prag lebt und arbeitet. Er ist bekannt für seine großformatigen „Urban Contemporary“ Porträts, die oft eine Mischung aus klassischer Malerei und rohen Graffiti-Elementen sind.
Bergbau trifft Urban Art
Was den Tag abrundete, war die Mischung der Leute. Zum Eisessen trafen Sascha und ich meinen alten Bergbaukumpel Holger. Okay, Holger ist auch ein Golf-Freund. Das mit dem Bergbaukumpel ist eine andere Geschichte aus dem Jahr 2018.
Streetart-Szene und wir – das passte an diesem sonnigen Junitag besser zusammen, als man denkt. Später hingen wir noch eine ganze Weile mit Holger, David und anderen Künstlern ab.
Leider verpasst: Rebelzer
Witzigerweise war auch Rebelzer Teil des Festivals. Wir haben ihn leider knapp verpasst, was echt schade ist. Ihn kenne ich schon seit 2009 aus Hamburg. Sebastian (Rebelzer) war damals quasi mein Mentor, als es um mein ursprüngliches Logo ging. Er hat mir gezeigt, wie aus Inspiration ein echtes Branding entsteht. Dass sich die Wege in Iserlohn fast wieder gekreuzt hätten, zeigt mal wieder: Die Szene ist klein und vergisst nie.
Iserlohn hat geliefert. Ein fettes Dankeschön an David für die Zeit und an das Wetter im Mai, das uns diesen Ausflug im Juni erst ermöglicht hat. Wer mehr über das Festival und die Hintergründe wissen will, kann auch mal bei Radio Iserlohn reinhören, die David dort als Künstler mit „unglaublichen Wandgemälden“ gefeiert haben.
Und jetzt Du!
Vom Prager Beton nach Iserlohn: David und ich sind seit 2019 ‚Brothers from another Mother‘. Wie gefällt euch das Ding, das er da an die Wand gezaubert hat? Habt ihr David oder seine Werke auch schon mal irgendwo live gesehen? Schreibt mir eure Meinung zu seinem Stil unten rein!

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