Kurzurlaub in Dresden

Schon seit längerer Zeit waren von uns ein paar Urlaubstage in Dresden geplant. Das hatten mein alter Freund Joey und ich schon vor Ewigkeiten besprochen und Ende Mai nun endlich umgesetzt. Das Schöne an so einer Städtetour innerhalb von Deutschland, man kann seinen Hund mitnehmen, wenn alles passt. So ging es mittwochs auch los. Zu dritt, Sascha, Schnitzel und ich, starteten wir einmal quer durch die Republik und waren recht zügig in Dresden. 646 km in etwas mehr als sechs Stunden, mit Pausen, waren dabei ein guter Schnitt.

Mein letzter Besuch in Dresden liegt ungefähr 13 bis 14 Jahre zurück. „Damals“ gab es zum Beispiel die wiederaufgebaute Frauenkirche noch nicht. Für Sascha war es der erste Besuch in Dresden.

Wir waren früher als geplant in Dresden und ließen Schnitzel erst einmal das Elbeufer erkunden. Da rief auch schon Joey an und machte den Vorschlag, dass sich seine Lady und unser Schnitzel erst einmal auf neutralem Grund wieder treffen sollen. Gesagt getan, wir verabredeten uns im Citybeach Dresden. Es war noch genügend Zeit, so dass wir dort schon mal ganz entspannt unseren Kurzurlaub angehen lassen konnten.


Rudel Touris.

Die Begegnung zwischen Schnitzel und Lady war ganz entspannt. Lady zeigte wer der Boss ist und Schnitzel fügte sich. Das konnten ja nur entspannte Tage werden. Wir machten uns anschließend in der Wohnung von Joey breit und begrüßten Michael dabei. Ein Vorschlag zum Abendessen kam von Joey. Da wir nicht beide Hunde zusammen im Haus lassen wollten, nahmen wir nur Schnitzel mit.

Es ging ins Kuppelrestaurant in der Yenidze. Obwohl wir keinen Tisch reserviert hatten, bekamen wir noch einen schönen Platz auf der Dachterrasse. Ein extrem schneller Service nach unserer Menüauswahl, ließ einem den Atem stocken. Lecker war es. Es gab natürlich viel zu erzählen, da wir uns schon seit über einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Kurz bevor es nach Hause ging, machten wir noch einen Spaziergang am Elbufer in Blasewitz und bekamen dabei ein Blaues Wunder zu sehen.

Den Donnerstag starteten wir nur zu dritt mit einem Bummel durch die Altstadt. Dabei gab es dann Kultur pur für Sascha, Schnitzel und mich. Taschenbergpalais, Frauenkirche, Altmarkt-Galerie, Zwinger, Semperoper, Residenzschloss und das Kugelhaus waren die einzelnen Stationen unseres Spazierganges. Eine große Pause machten wir dann auf der Brühlsche Terrasse. Schnitzel soff einen halben Wassernapf leer, den wir vom Service Personal im Hilton erhielten, und pennte gleich ein.

Gegen frühen Nachmittag kam Joey mit Lady dazu. Wir fuhren nach Moritzburg und machten uns auf die Spurensuche von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Joey wollte uns schließlich auch unbedingt die Treppe zeigen, wo Aschenbrödel im Film ihren Schuh verloren hatte. Ein schöner Rundgang um den See und um das Schloss, beendete unser Nachmittagsprogramm. Beide Hunde waren so platt, dass wir das Risiko eingingen und sie abends alle zu Hause zulassen. Wir gingen ganz in der Nähe zum China-Restaurant Sonne und labten uns an einem köstlichen Buffet.

Als wir vollgefuttert zurück kamen, begrüßte uns Schnitzel nicht. Der Herr thronte auf dem Sofa von Joey. Bei uns zu Hause hat er so etwas noch nie gemacht. 🙂

Der Freitag wurde sporadisch geplant und so ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück auch los. Ziel, die Sächsische Schweiz. Um nicht mit zwei Auto in der Gegend herumzufahren, packten wir Lady und Schnitzel gemeinsam in den Kombi von Joey. Wir waren gespannt, ob es Zoff gibt. Fehlanzeige, Lady blaffte Schnitzel an, wenn er sich zu breit machte und schon war Ruhe auf den hinteren Plätzen. Da uns der Weg von Rathen zu Bastei zu lang erschien, fuhren wir zum Parkplatz in der Nähe von Rathewalde.

Eine Premiere für Schnitzel. Mit dem Shuttle-Bus ging es vom Parkplatz zur Bastei. Das erste Mal mit dem Bus überstand unser Hund mit Bravour. In der Tat, sind wir mit Schnitzel noch nie zusammen Busgefahren.

Ein ausgedehnter Rundgang durch die Bastei forderte dann uns Menschen und unsere Hunde. Viele Eindrücke und Geschichte gab es dabei als Input für uns. Zur Pause gab es Waldmeisterbrause und Oblaten. Hatte was von Kindheitserinnerungen. Viele Bilder entstanden auf der Bastei und es war ein super erlebnisreicher Tag.

Zurück zum Auto, wollten wir dann laufen. 3 km standen auf den Straßenschildern. Damit unsere Hunde mal ohne Leine flitzen konnten, wählten wir den Weg durch den Wald. Mit ein paar kleinen Umwegen hatten wir dann die paar Kilometer auch in etwas mehr als einer Stunde geschafft. Die Hunde hatten dabei auf jedem Fall ihren Spaß.

Wir fuhren ein bisschen in der Gegend herum und schauten kurz von Außen die Festung Königstein von außen an. Merke, bei dem nächsten Besuch in Dresden, ist die Festung Königstein unser Ausflugsziel. Wir machten einen kurzen Abstecher in Richtung „Teplice“, Teplitz in der Tschechische Republik um hinter der Grenze ein paar günstige Waren zu erwerben. Ein Abstecher zur Bobbahn Altenberg rundete unser Tagesprogramm ab.

Abends ließen wir wieder beide Hunde zu Hause. Diesmal bekam das Sofa eine Decke, damit Schnitzel nicht seine ganzen Hundehaare liegen lässt, „falls“ er sich da wieder drauflegt. Würde er ja nie machen.

Da es uns zu blöde war, für das Hafenfest in Dresden Eintritt zu bezahlen, gingen wir spontan „Zum Landstreicher“ Abendessen. Schnitzel XXL, machte definitiv satt.

Zurück bei Joey in der Wohnung angekommen, vernahm ich noch das Tapsen von Schnitzel Siehe da, seine Hundehaare verrieten ihn. Der kleine Mistkerl hatte es sich wieder auf dem Sofa bequem gemacht.

Nun war es schon Samstag. Unser letzter Tag in Dresden. Ein kurzer Rundgang über einen Flohmarkt an der Elbe begann nach einem ausgiebigen Frühstück. Zu dritt mit beiden Hunden besuchten wir die Dresdner Neustadt. Bei einer Kaffeepause im Schwarzmarkt Café, mit lahmen Service, bemerkten wir deutlich, wie entspannt Schnitzel mit der gesamten Situation umging. Er pennt friedlich am Fahrradständer ein, an dem wir ihn sich hinlegen ließen. Nach einem kurzen Blick n die Markthalle Dresden ging es weiter bis zum Albertplatz.

Angestachelt von der Radiowerbung, fuhren wir zum Radeberger Brauereifest. Das war jedoch nicht die beste Idee. Hunde waren dort unerwünscht. Dem fügten wir uns und fuhren wieder nach Dresden. Die Lust auf ein Glas kühles Bier, veranlasste uns eine Rast in der Waldschlösschen Brauerei einzulegen. Dort waren Hunde erlaubt.

Anschließend spazierten wir am Schloss Albrechtsberg herum. Ließen unsere Hunde noch durch die Dresdner Heide flitzen und machten anschließend eine Kaffeepause auf der Terrasse von Schloss Albrechtsberg.

Am frühen Abend machten wir uns noch einmal frisch. Ein kurzer Spaziergang an der Elbe sorgte noch für ein paar schöne Bilder mit Blick auf die Altstadt.

Ohne Hunde und mit Hunger, ging es in die Neustadt ins Künstlerviertel. Ein kleiner Spaziergang führte uns dann ins Raskolnikoff, wo wir unseren Abendessen einnahmen. Zum Abschied an diesem Abend, schauten wir uns dann noch das verspätete Feuerwerk von Hafenfest an bevor wir schlafen gingen.

Der Sonntag war dann schon für die Heimreise reserviert. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann auch schon los. Wir entschieden uns einen Abstecher über Weimar zu machen und uns die Gedenkstätte in Buchenwald anzuschauen.

Ein bedrückendes Gefühl, dass ich vor rund 20 Jahren bereits in Dachau hatte, traf mich an diesem Ort zum wiederholten Mal.

Ein Auszug aus der Rede von Barack Obama, nach seinem Besuch in Buchenwald, kommt dem Nahe, was ich bei meinem Besuch dachte.

“Wenn diese Bäume sprechen könnten.” Es liegt eine gewisse Ironie in der Schönheit der Landschaft und dem Schrecken, der hier stattfand.“

(Quelle: www.buchenwald.de/index.php?p=178)

Am frühen Abend kamen wir dann nach einigen Staus wieder zu Hause in Mönchengladbach an. Ein schöner kleiner Familienausflug, der uns zeigte, dass man gar nicht so weit verreisen muss, um Erholung, Spaß und Abenteuer zu erleben. Dresden ist eine spannende Stadt. Aufregend interessant, umgeben von herrlichen Landschaften und tolle Straßen. Lebendig, Freundlich und einfach Sehenswert.

Unser Schnitzel war an allen Tagen ein super lieber und vorbildlicher Hund. Klasse war auch Lady, die dem jungen Schnitzel zeigte, wo es lang ging. Ganz lieben Dank für die Gastfreundschaft von Joey und Michael. Die Tage in Dresden haben uns unheimlich viel gegeben und Spaß gemacht.

Alle Bilder von unserem Kurzurlaub gibt es im Fotoalbum.

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Alle Freunde auf Facebook konnten während unserem Urlaub an unserer Reise teilhaben. Mit kurzen Nachrichten, Bildern und Standortangaben, waren wir quasi Daueronline. Danke für euer Feedback und Kommentare.