Zeitzonen und gigantisches

Obwohl der letzte Tag wieder etwas sehr lang war, standen wir um 6:00 Uhr (Pacific Standard Time (PST) -8 GMT, 9h hinter Deutschland)auf.  So knapp fünf Stunden schlaf könne auch mal ausreichen. Vor dem Frühstück hatten wir dann schon unser Gepäck im Auto und unsere erste Runde durch das Luxor erledigt. Beim Frühstückt schauten wir uns noch mal die Tour für den Tag an und befanden diese für okay.

Raus aus den Trubel, rauf auf die Straße. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann auch schon vor 08:00 Uhr los.

Die einfachste Strecke wäre Interstate 15 Richtung Nord/Ost und dann nach 205 Meilen rechts abbiegen, gewesen. Gesamtstrecke 260 Meilen. Einfach kann jeder, Interstate ist irgendwann auch langweilig. Auf der Karte hatte ich den Dixie National Forest gesehen. Im Vorfeld hatten wir uns mit diesem National Wald gar nicht großartig auseinandergesetzt. Hörte sich aber besser an, als Interstate 15. Die Strecke war in Entfernung etwas Kürzer und in Fahrzeit etwas länger angegeben. Daher, mal schauen.

Wir fuhren erst einmal noch ein ganzes Stück durch Nevada, dann kam ein kleines Stück von Arizona und schon waren wir in Utah. Alles entspannt. Bei Cedar City fuhren wir vom Interstate ab, durch die Stadt, in Richtung  Dixie National Forest.

Guten Morgen aus Las Vegas.

Guten Morgen aus Las Vegas.

Auf dem Weg zum Dixie National Forest.

Auf dem Weg zum Dixie National Forest.

Landschaftlich absolut spannend und Abwechslungsreich. Da könnte man auch einige Tage locker verbringen. Und wir haben nur einen Bruchteil davon gesehen und wieder einmal dachten wir an unseren Schnitzel. Der Vierbeiner, der leider nicht mitgenommen werden konnte.

Erst fuhren wir ins Gebirge, mit Schnee und Eis am Straßenrand. Wir nahmen noch einen Blick auf den zum Teil eingefrorenen Navajo Lake mit und machten, dass wir weiter kamen. Schließlich wollten wir noch vor Sonnenuntergang im Bryce Canyon sein.

Navajo Lake

Navajo Lake

 

Dann fuhren wir durch ein ganzes Stück Wald, dass nur aus Nadelbäumen und Birken bestand. Teilweise sahen wir Geröll, von dem wir am Anfang dachten, da hätte es gebrannt. Es waren jedoch dunkle bis schwarze Steine. Vielleicht vulkanisches Gestein? Auf jedem Fall ein sehr interessantes Gebiet.

Geröll.

Geröll.

Auf das Hotel, ein Best Western Plus, waren wir nach dem kleinen Desaster im Yosemite National Park gespannt. Anders ausgedrückt, unsere Erwartung war etwas tiefer angesiedelt.

Vorher mussten wir noch ein ganzes Stück auf dem Highway 89 fahren, auf dem bis zu 65 Meilen erlaubt sind. Das war eine angenehme Reisegeschwindigkeit. Als wir vom Highway dann runterfuhren, dachten wir, WOW, eigentlich noch zwölf Meilen bis zum Hotel und hier geht es schon los? Es war jedoch nur die Zufahrt am Red Canyon, die wir da sahen. In der Tat ging es noch eine ganze Weile weiter, ohne Canyon. Sehr spannend.

Red Canyon (Utah)

Red Canyon (Utah)

Im Hotel angekommen, dass von außen einen sehr guten Eindruck machte, wurden wir im inneren mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft empfangen. Draußen war es recht kalt, was wir auch anmerkten als wir reinkamen. Die junge Frau an der Rezeption meinte wir hätten Glück. Heute ist es nicht ganz so kalt. Vergangene Nacht waren es nur 5° F gewesen. Mal schnell umrechnen, minus 15 Grad! Autsch, das ist ja wirklich kalt.

Da der Aufzug repariert wurde, wir mussten in die erste Etage, überschlug man sich fast mit Entschuldigungen und bot uns an die Koffer später nach oben zu bringen,, etc. Wir dankten und brachten unseren Kram ins Zimmer. Nein, in unser großes, sauberes Hotelzimmer, brachten wir unsere Klamotten. Wir waren wieder versöhnlich gestimmt.

Best Western plus Zimmer – Bryce Canyon.

Nationalpark und gutes Hotel mit Service geht wohl doch. Einziger Nachteil, es gab kein Restaurant im Hotel, jedoch ein Frühstück war im Preis enthalten. Schräg gegenüber ist jedoch das Ruby´s Inn, mit allem was man braucht. So auch die Information, die wir erhielten.

Dies hatte ich auf Grund der Zimmerpreise im Vorfeld nicht gebucht. Was es da alles gab, erfuhren wir später. Frisch machen und ab zum Bryce Canyon.

An der Einfahrt zum National Park zückten wir unseren „Annual Pass„, Jahreskarte, die wir bereits im Muir Wood gekauft hatten. Die Investition hatte sich schon gelohnt und wir können bis 11/2015 jederzeit wieder Nationalparks in der USA besuchen. Mal darüber nachdenken.

Wir erhielten eine Karten und Informationsmaterial, dass wir kurz sichteten. Wir schauten auf die Uhr, alles chic, es ist noch früh, dass passt. Wir nahmen die Empfehlung an, erst den Scenic Drive bis zum Ende, zum Yovimpa Point, zu fahren und dann auf dem Rückweg alle einzelne Punkte anzuschauen.

Hallo aus dem Bryce Canyon!

Hallo aus dem Bryce Canyon!

 

Dann ging es endlich los. Wir fuhren von einem Punkt zum Nächsten. Von einer Superlativen zur Nächsten. Der Bryce Canyon ist unbeschreiblich. Vor achtzehn Jahren hatte mich Garden Of The Gods in Colorado und der Grand Canyon in Arizona tief beeindruckt.

Panoramaaufnahme mit dem iPhone 5s

Panoramaaufnahme mit dem iPhone 5s

 

Reisewetter im Bryce Canyon.

Reisewetter im Bryce Canyon.

Wahnsinn...

Wahnsinn…

Gigantisch.

Gigantisch.

Gigantomanisch!

Gigantomanisch!

Der Bryce Canyon dagegen ist einfach gigantomanisch. Bzw. bis jetzt für mich das gigantomanischste, was ich je gesehen habe.

Dickes Dankeschön an Uschi, die Sascha den Tipp gegeben hatte.

Da hätte ich noch Stunden verbringen können.

Da hätte ich noch Stunden verbringen können.

Wir erlebten einen phänomenalen Sonnenuntergang und waren auf tiefste beeindruckt, von allem was wir sahen. Im sogenannten Bryce Amphitheater (Sunrise Point, Sunset Point, Inspiration Point und Bryce Point) verschwand dann die Sonne hinter uns. Für uns stand fest, hier wollen wir einen Sonnenaufgang erleben. Irgendwie sollte das zeitlich passen.

Es wurde nun auch noch spürbar kälter, so das wir zurück ins Hotel fuhren. Ein kurze Blick und Kaffee im Ruby´s Inn. Hier gab es ein Ladengeschäft, Restaurant und das Hotel. Alles was man braucht, sozusagen. Nur warum die Leute hier so früh zu Abend essen, begriffen wir im ersten Moment nicht.

Erst in unserem Hotelzimmer fiel uns auf, dass mein Mobiltelefon eine andere Uhrzeit zeigte als unsere Armbanduhren. Im Vorfeld hatte ich eine AT&T Karte in Deutschland erworben, um erreichbar zu sein und um natürlich Bilder hochzuladen. Somit stellte sich das iPhone auf die aktuelle zeit automatisch um.

Wir hatten tatsächlich nicht bemerkt, dass wir an diesem Tag eine Stunde „verloren“ hatten. Wir wunderten uns schon, dass die Sonne so „früh“ unterging. Aber war ja klar, wenn wir nach PST Zeit lebten war es hier nach Mountain Standard Time (MST) -7 GMT, 8h hinter Deutschland, eine Stunde später. Wir waren um kurz vor 6pm Kaffeetrinken, dabei war es kurz vor 7pm. Also waren wir und nicht die anderen Menschen seltsam.

HooDoo

HooDoo

Also wieder rein in die Klamotten und ab zum Abendessen. Wir nahmen das Buffet im Ruby´s Inn. Einfach Küche, nahhaft und lecker. Freundlicher Service und Bier im Kölsch Style. Ein herrlicher Abend nach viel frischer Luft. Wir prüften die Zeit noch einmal und schauten wann die Sonne aufging. Dieser ganzen Zeitsprünge waren doch ein bisschen anstrengend in den letzten Tagen.

Gegen 22:00 Uhr Ortszeit lagen wir auch schon wieder im Bett und schliefen durch bis zum nächsten Morgen.

Alle Bilder des Tages gibt es im Fotoalbum oder auf der nächsten Seite.