Donnerstagabend, 19:30 Uhr vor der Phillipshalle in Düsseldorf. Was mache ich hier eigentlich? Ich bin auf dem Weg zu meinem ersten Schiller Konzert.

Schuld daran ist Sascha. Nein, nicht mein Sascha, sondern Sascha W., der Webmaster von www.schillertime.de.

Und das kam so. Sascha W. und ich haben uns ursprünglich durch das deutsche Mike Oldfield Forum kennen gelernt. Das muss so 2002 gewesen sein, als ich mit meiner Fanpage www.hibernaculum.de an den Start ging. Durch Erfahrungsaustausch im Webmaster Sektor und durch unseren Mailkontakt, machte mich Sascha auf Schiller aufmerksam. Kurz darauf spielten Freunde mir dann auch mal eine Scheibe vor. Das Ergebnis, ich habe nun alle drei Alben, paar Singles und DVD im Haus.

Die Musik gefällt mir so an sich ganz gut und irgendwie ist man ja viel zu selten auf einem Konzert. Das Ergebnis, mein Sascha und ich sind heute Abend nach Düsseldorf gefahren und haben SCHILLER mit Heppner und Gästen in Concert erlebt.

Die Besetzungsliste

An den Instrumenten sorgten Gary Wallis (der Drummer, der bei Pink Floyd schon im Stehen gespielt hat), Tissy Thiers (Bassist und Sänger von "Moti Special"), Mickey Meinert an der Gitarre und Christoph Papendieck (Keyboarder bei Jean-Michel Jarre), gemeinsam mitChristopher von Deylen für die richtige Stimmung.

Als Gäste für den Gesang, Peter Heppner, Kim Sanders und Anke Hachfeld von "Mila Mar"

Das Konzert

Fast Pünktlich um 20:00 Uhr ging es los. Die ersten Klänge von „Schiller“ durchströmten die Halle und ließen ahnen mit welcher Lautstärke und mit welchem Klang wir das Konzert erleben werden.

Zu Beginn gab es hörbare Probleme mit der gesamten Anlage. Teilweise brummte und summte es ganz gewaltig. Das schockte jedoch die ca. 1.200 – 1.500 Fans (eigene Schätzung) nicht. Nach einer halben Stunde und diversen Schlägen auf das Mischpult wurde der Klang deutlich besser. Nach 45 Minuten, bei „Glockenspiel“, war dann die gesamte PA warmgelaufen und der Klang perfekt.
Perfekt war die Musik und der Gesang den ganzen Abend lang. Da gibt es nichts zu kritisieren.

Kim Sanders animierte das Publikum und schaffte es mit Humor die kleine Pannen aus der Welt zuschaffen. Ihre Stimme war für ein Livekonzert "fantastic". Anke Hachfeld, Stimmgewaltig wie auf dem Album, ließ uns einen Schauer nach dem anderen über den Rücken fahren. Genial!

Schiller

Christopher von Deylen an sich, gehört wohl zu den ruhigeren Vertreter.

Er wirkte jedoch insgesamt entspannt und gelassen. Zurückhaltend, aber herzlich, begrüßte er uns Gäste und stellte später seine Band vor. Sein Versprechen nicht wieder vier Jahre auf das nächste Konzert warten zulassen, nahmen ihm die Konzertbesucher mit viel Applause ab. Er erzählte auch, das in Düsseldorf Bergfest sei. Die Hälfte der Tournee sei nun geschafft und das stimmte irgendwie traurig. Allerdings ist es ein schöner Tag, so dann seine Überleitung zum gleichnamigen Song.

Peter Heppner erschien erst zum Schluss und sorgte dafür das die Halle bebte. „Dream of you“ und der Hit „I feel you“ ließ auch den letzten Besucher mitwippen.

Apropos mitwippen, alles in allem sind die Konzertbesucher bei „Schiller“ etwas zurückhaltender. Sie genießen eben. Um 21:30 Uhr war dann erst mal Ende. Das Publikum musste nun für die erste Zugabe sorgen. Mit „Ruhe“ und einem bildstarken Video in der Zugabe, gaben dann alle noch mal ihr Bestes.

Überzeugt hat mich jedoch erst die zweite Zugabe, die Peter Heppner mit Worten einleitete: „Wir haben zuwenig Songs dabei. Das haben wir erkannt, nun improvisieren wir etwas.“ Zu dritt, Peter Heppner, Kim Sanders und Anke Hachfeld, sangen sie dann „Dream of you“. Das überzeugte mich persönlich und brachte mich zu einer Erkenntnis.

„Schiller“ ist zu perfekt für die Bühne. Mir fehlten gewisse Emotionen in der Musik, dem Klang und dem was mir dargeboten wurde. Ohne jemanden nun böse zu wollen, aber die Musik berührt mich auf meiner heimischen Anlage oder im Auto mehr, als auf dem von mir besuchten Konzert. Das ist eigentlich Schade, denn das Konzert war, bis auf einige kleine Probleme, einfach perfekt.