Ein Zuhause am Ende der Welt

Ein Zuhause am Ende der Welt

Meine Meinung

Eine einfache Story aus dem Leben, aber mit Tiefgang. So meine Einschätzung zum Film in Kurzfassung. Bobby, gespielt von Andrew Chalmers, Erik Smith und Colin Farrell, ist ein liebenswerter und einfach strukturierter Mensch. Anpassungsfähig, freundlich und einfach sympathisch. Für Bobby ist es einfach wichtig, Menschen um sich zu haben. Dabei macht er nicht einmal den großen Unterschied zwischen mögen und nicht mögen. Er liebt die Menschen ganz einfach auf seine unbekümmerte Art.


Dadurch das er auch keinen allzu großen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein macht, kommt es natürlich zu einigen Verwirrungen. Diese belasten aber mehr seine Mitmenschen als ihn selbst.

Gerade diese Darstellung der Person Bobby bringt einfach den meisten Spaß beim anschauen des Films. Kein erhobener Zeigefinger, sondern einfach nur Stationen im Leben eines netten Chaoten. Letztendlich ein Mensch, wie man ihn noch alle Tage trifft.

Jonathan, gespielt von Harris Allan und Dallas Roberts, ist ein Mensch, wie man ihn immer wieder erleben kann. Kompliziert schwul und mit sich selbst nicht im reinen. Vorbildlich in dem Film, es wird sachlich auf das Thema AIDS eingegangen. Jonathan infiziert sich bei seinen Ausflügen in New York und wird krank. Kein erhobener Zeigefinger, sondern einfach nur Tatsachen.

Claire, gespielt von Robin Wright Penn, ist ein Girl, wie man es sich aus den Siebziger vorstellt. Abgedreht und frei von allen Zwängen. Sie hat die Liebe ihres Lebens zwar in Jonathan gefunden, allerdings wird sie durch die Anwesenheit von Bobby verwirrt. Was dann so alles passiert ist wie aus dem richtigen Leben. Schade das es zum Schluss kein Happy End gibt, dennoch ist „Ein Zuhause am Ende der Welt“ ein Film, den es sich auf jedem Fall lohnt mal anzuschauen.

Ein gute Independent Produktion, die viel zu wenig beachtet wurde.

Der Film:

Seit ihrer Schulzeit sind Bobby (Colin Farrell) und Jonathan (Dallas Roberts) unzertrennlich. Für den Waisen Bobby wird die Familie Jonathans bald zum Anlaufhafen. Besonders Jonathans Mutter (Sissy Spacek) verkörpert jene familiäre Stabilität, die er in seinem eigenen Leben vermisst. Nach langen Jahren treffen sich Bobby und Jonathan in New York wieder – und erfinden gemeinsam mit der freigeistigen Claire (Robin Wright Penn) schließlich eine ganz eigene Familie.

Die DVD

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Darsteller: Andrew Chalmers, Ryan Donowho
Regie: Michael Mayer
Buch: Michael Cunningham
Musik: Duncan Sheik
Format: Dolby, Surround Sound, Widescreen, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9, 2.40:1
DVD Erscheinungstermin: 9. Juni 2005
Produktion: 2004