Urlaubstagebuch 2013 – Nachlese Tag 14

Der 31. Mai 2013 sollte nun unser letzter Tag im Wallis sein. Wir hatten auf Grund der Wetterlage und Vorhersage entschieden, unseren Aufenthalt um einen Tag zu verkürzen. Da wir nun schon den einen oder anderen Stausee und ausgeschaut hatten, sollte es an diesem Tag der Stausee mit der vierthöchsten Staumauer der Schweiz werden. Der Lac d’Émosson, er ist ein Stausee im Westen des Kantons Wallis. Er liegt in den Gemeinden Salvan und Finhaut.

Gesagt getan und abgefahren. Da ich nicht alle Informationen zu dem See auf die Schnelle hatte, gab ich als Ziel „Salvan“ ein. Das war nur fast richtig. Von Salvan aus kommt man nur nicht mit dem Auto zum Lac d’Émosson. Von Martigny fuhren wir endlich mal die Rue de la Batiaz hoch, die ich schon so oft von der Autobahn aus gesehen hatte. Die 10 km hatten es in sich. Erst geht es recht lange einfach gerade hoch. Man durchfährt einen in den Berg gehauenen Tunnel vor Gueuroz, der anders als andere Tunnel keine Betonauskleidung hat. Man schaut direkt auf die Felsen. Man ist quasi im Felsgestein drin. Anschließend gibt es ein paar hübsche Serpentinen. In Salvan angekommen, war dann klar, das es mit dem Auto nicht weitergeht. Also die ganze Strecke wieder zurück und runter nach Martigny.

Nun fuhren wir von Martigny die Route de la Forciaz hoch. Auch eine sehr hübsche Strecke, die den Beifahrer begeistert. Als wir an einer Stelle kamen, an der man kurz halten konnte um sich frisch zu machen, stellte ich fest, das wir mitten auf einen Pass standen. Dem Col de la Forclaz. Nichts wildes, aber ein Pass!

Col de la Forclaz

Col de la Forclaz

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Es ging weiter in Richtung Finhaut. Es wurde noch diesiger, es regnete und schneite ein bisschen. Die Strecke wurde immer weniger von anderen Fahrzeugen frequentiert und wir fuhren gemütlich die Berge hoch. Die eine oder andere Bushaltestelle zeigte uns, dass wir noch auf einer öffentlichen Straße sind. Ich merkte das wir in die Wolkendecke fuhren und hoffte das wir sie auch durchbrechen. Es war total Neblig und man sah teilweise keine 50m weit. In den Bergen immer ein ganz spannendes Erlebnis. Es klarte wieder auf, jedoch wurde uns der blaue Himmel verwehrt.

Der Schnee am Straßenrand wurde immer höher und wir fuhren nahezu in eine Baustelle. Wir waren am Lac d’Émosson angekommen und schrammten fast an 2.000 m ü.M. Kalt, useliges Wetter und leichter Schneefall begrüßten uns da oben.

Staumauer Lac d’Émosson

Staumauer Lac d’Émosson

Hund aus dem Auto und eine Runde los gestiefelt. Habe ich schon mal erwähnt, das ein großes Auto im Urlaub super praktisch ist? Frieren mussten wir nicht, wir hatten alles wichtige an Klamotten dabei. Wir erkundeten die Gegend und versuchten an die Staumauer zu kommen. Der Weg dorthin war leider aus verschiedenen Richtungen nicht möglich. Da lag einfach zu viel Schnee und die Wege waren alle gesperrt.

Keine Chance - Gesperrt.

Keine Chance – Gesperrt.

Dennoch ein sehr imposantes Erlebnis. Die Berge, der Stausee, die Staumauer und der Schnee waren schon sehr beeindruckend. Wir entschieden uns diesen fast menschenleeren und stillen Ort zu verlassen. Für einen Spaziergang gab es hier keine Möglichkeiten und wir mussten auf Schnitzel aufpassen, das er die Berge nicht herunterflitzt. Schnee ist ja so toll. Zumindest für Schnitzel und wenn man Skifahren möchte.

Somit konnten wir uns auch nicht die Fußabdrücke von Dinosaurier anschauen, die es dort zu sehen gibt.

Mach hin, es ist kalt!

Mach hin, es ist kalt!

Gerade als ich die Kamera verstaut und mich ins Auto gesetzt hatte, sah ich gegenüber am Hang einen Fuchs. Der dritte lebendige Fuchs in meinem Leben und dann auch noch ein Bergfuchs, der sich gut getarnt hatte. Also raus aus dem Auto und die Kamera geschnappt. Mist, kleines Objektiv und Schneefall vor meiner Nase.

Wo ist der Bergfuchs?

Wo ist der Bergfuchs?

Er hatte mich schon gewittert und schaute in meine Richtung. Sascha schaute mich erst einmal verdattert an und begriff dann, was ich sah. Ich wechselte das Objektiv und hoffte das der Fuchs nicht die Düse macht. Glück gehabt. Ich erwischte ihn noch ein paar Mal. Er verschwand aus unserem Sichtbereich und wir verschwanden nun auch von dort.

Erwischt.

Erwischt.

Wir waren gerade paar Minuten unterwegs, da flitzte ein Murmeltier vor uns über die Straße. Diesmal waren wir leider zu langsam und unser Auto zu laut.

Wir sahen es vom Hang aus nur noch in seinen Bau flitzen. Nun ging es wieder in Richtung Martigny.

Hier war wohl bisschen mehr Schnee im Winter.

Hier war wohl bisschen mehr Schnee im Winter.

Sascha fiel ein, dass er bei Morand in Martigny noch ein Flasche Absinth kaufen wollte und mir fiel ein, das wir bei unserem letzten Besuch in Martigny etwas uns nicht angeschaut hatten.

In Martigny angekommen ging es erst einmal zu Morand. Super freundlicher Service und wir sind natürlich mit zwei Falschen leckerem Destillat raus gegangen.

Römische Amphitheater in Martigny.

Römische Amphitheater in Martigny.

Weiter ging es zum Amphitheater Martigny. Das war schon mal imposant und spannend zu gleich. Als wir in der Mitte des Amphitheater standen, mussten wir doch mal die Akustik ausprobieren. Wahnsinn, wie verständlich unsere Stimmen, selbst in dieser Ruine waren. Schnitzel war leicht verwirrt, dass er unsere Stimmen aus einer anderen Richtung hörte, als aus der er uns sah. Für einen Spaß, sind wir drei halt immer zu haben.

Diese Stimmen!

Diese Stimmen!

Stawi und Schnitzel im Theater.

Stawi und Schnitzel im Theater.

Rudel im Theater.

Rudel im Theater.

Wir wären glatt noch ins nahe gelegene Bernhardiner Museum gegangen. Doch blöderweise ist auch in diesem Museum, der Zutritt für Hunde verboten. Ich denke jedoch, das wir da auch nichts verpasst haben. So machten wir mit Schnitzel halt noch eine kleine Runde im Nieselregen in der Nähe vom Amphitheater.

Schnitzel hatte mal wieder Durst.

Schnitzel hatte mal wieder Durst.

Das Gebiet, in dem wir am 31.05.2013 unterwegs waren.

Das Gebiet, in dem wir am 31.05.2013 unterwegs waren.

Wir fuhren anschließend zurück nach Crans Montana und packten unsere Sachen schon mal zusammen. Für den nächsten Tag hatten wir nun Rheinfelden (CH) geplant und unsere Gastgeberin freute sich schon auf uns. Wir planten nun mit richtigen Karten mal die Fahrt für den nächsten Tag.

Im Fotoalbum gibt es noch mehr zu sehen.

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