Kontrast Programm in der Circus Manege

Dienstag zu Roncalli nach Düsseldorf und Mittwoch zu Circus Krone in Köln. So stand es seit einigen Tagen schon in meinem Terminkalender. Gleich zwei Circusbesuche hintereinander können schon hart sein, aber ich habe es zum Teil genossen.

Bevor ich nun loslege, das Fazit zu Beginn. Circus Krone ist Circus Krone und Roncalli ist Roncalli. Beide im Vergleich darzustellen geht nicht.

Der Grund das ich bei beiden Circussen war, liegt an meiner Freundschaft zur „Manage“ von Csilla Enterainment. www.csilla-entertainment.de

Das Angebot, mit in die Vorstellungen zu gehen, habe ich gerne angenommen.

Roncalli

Dienstagabend in Düsseldorf. Wir treffen bei Roncalli ein und tauchen sogleich in die ganze besondere Circus Atmosphäre. Alte Circuswagen, eine feine Restauration und das gesamte Ambiente lassen sehr schnell die Sorgen des Alttags vergessen. Man betritt eine andere Welt und wird eingeladen Spaß zu haben und einfach fröhlich zu sein.

Das Programm beginnt Temporeich und lässt uns in der ersten Stunde kaum zur Ruhe kommen. Komik vereint mit Artistik in einer ansprechenden „Verpackung“ lässt einen kaum zu Atem kommen. In der zweiten Hälfte wird es ein bisschen entspannter ohne dabei zu langweilen.

Dabei ist es egal ob das Duo Milany, mit sinnlichem und doch spektakulären Tanz am Trapez für Staunen sorgt oder Rokashkovs, die mit einer Hammernummer zu viert am Reck auftreten. Es ist und wird nie langweilig.

Zum Lachen kommt man beim Clown Andrej Jigalov und Atemnot bekommt man beim Komiker David Shiner. David Shiner kann man nicht direkt als Clown bezeichnen. Ohne auch nur ein Wort zu sagen bringt er das Publikum aus der Fassung. Zum einen mit seiner Mimik und zum anderen mit seinen spektakulären „Frechheiten“ mit der er das Publikum in seine Nummer einbaut. Am Ende bemerkt man, das diese Circusveranstaltung gänzlich ohne Tiere ausgekommen ist.

Es war ein fantastischer Abend mit lauter netten Menschen und alten Freunden. Und bemerkenswert, Roncalli spielte vor fast vollem Haus.

www.roncalli.de

 

Circus Krone

Am Mittwoch bei Circus Krone ist dann alles anders. Circus Krone gehört zu den Größten in Europa. Allerdings hat Circus Krone aus meiner Sicht an Glanz verloren. Ich war das erste Mal bei Krone und hatte dabei immer noch die TV-Serie „Salto Mortale“ aus dem Jahre 1968 im Kopf. www.fernsehserien.net/index.php?serie=597

Der Platz an der Messe in Köln ist alles andere als toll für einen Circus. Es ist Eng und die Straßen führen fast über das Zeltdach. Da fehlt von vornherein die Atmosphäre. Das ist halt so.

Circus Krone hat ein Programm, dass eine Mischung aus traditionellem Circus und Variete hat. Wobei das Variete mehr ein Wollen ist. Beides passt auf den ersten Blick zusammen, aber aus meiner Sicht wird es nicht gut umgesetzt. Nach „langen“ Umbauphasen kommen längere Tanzeinlagen die einen nicht wirklich umhauen. Man könnte so etwas bequem während den Umbauten laufen lassen, der Platz ist schließlich da.

Es gibt eine Menge Tiernummern, die allesamt weniger begeistern.

Schaue dem Elefanten in die Augen und du weißt was er von seinem Dompteur und seinem Auftritt hält. „Männchenmachen“  und Handstand ist mit Sicherheit nicht das wahre für so ein grauen Koloss mit Rüssel.

Die Kamele und Pferde waren soweit okay, nur was ein Giraffe im Circus zu suchen hat ist mir einfach Schleierhaft.

Einzige Tiernummer, die mir wirklich gefallen hat, war die Löwen Dressur von Martin Lacey. Ein junger Dompteur, der aber in der Manege ganz anders mit seinen Tieren umgeht, als die Anderen zuvor. Die Löwen machten einen sehr gepflegten Eindruck und man empfand keinen Zwang in der Vorstellung.

Die Clownnummern waren zum Gähnen, wenn nicht sogar zum Einschlafen. Auflockerung gab es nur, als Zuschauer eine Musiknummer, mit dem Clown Jimmy Folco, auf die Beine stellten. Dabei waren die Statisten aus dem Publikum fast schon besser als der Clown.

Zu den schön inszenierten Auftritten gehörte die Truppe SERGEJEV mit dem russischem Barren. Perfekte Artistik in einem schönen Bild.

Highlights des Abends waren ganz klar das DUO MANDUCAS mit einer lustigen Akrobatiknummer die vor Kraft strotzte und TRUPPE BORZOVI mit einer Atemraubender Luftakrobatik, die ich so noch nicht gesehen habe. Beide Nummer schafften es wieder ein bisschen Stimmung in das Publikum zu bringen, da die Darbietung einfach klasse war.

Das Circus Krone gerade Mal knappe 350 Zuschauer, im zehnfach fassenden Zelt, hatte, lässt sich somit nicht nur auf eine Circus-Müdigkeit beim Publikum zurückführen.

Ein großer Name und ein großer Circus sind halt kein Garant für ein großartiges Programm. Was eigentlich sehr schade ist.

www.circus-krone.de