homo europaeicus: geht aufrecht!

So das Motto des diesjährigen CSD in Köln. Ein Besuch in Köln für uns schon fast obligatorisch, vor allem, weil wir die letzten acht Jahre in dieser Stadt auch wohnten.

85 Fahrzeuge, 20.000 Zugteilnehmer und 600.000 Besucher in Köln und wir mitten drin. Zu dritt zogen wir so durch die Stadt und machten mal hier und mal da halt. Leute mit denen man sich treffen wollte, fand man nicht und Leute an die man nicht dachte fielen einem fast über die Füße. Witzig und spaßig wie jedes Jahr.


Über den vorhandenen Kommerz gab es, wie immer wieder in den vergangenen Jahren, vorher, während und nach dem CSD Diskussionen. Ich stehe auf dem Standpunkt das eine Kommerzialisierung dazu gehört, denn nur so kann man die breite Masse auf immer noch bestehende Probleme von Schwulen und Lesben aufmerksam machen. Das manche Leute dabei heute noch weniger verstehen, dass der CSD eine politische Veranstaltung mit Demo und keine Parade ist, sehe ich nicht als so tragisch. Denn wenn es reine Politik wäre, würden sich viel weniger Menschen um den CSD und somit um uns kümmern.

Das beim CSD das AIDS und HIV ein Thema ist, wurde wieder sehr gut durch die Veranstalter deutlich gemacht. Dazu gehörte auch der Kommerz, wenn zum Beispiel von Kondomhersteller entsprechende Lümmeltüten (kostenlos) verteilt wurden.

Wie schon so oft, lief es mir eiskalt den Rücken runter, als am Samstagabend bei der Schweigeminute auf dem Heumarkt von jetzt auf gleich Ruhe herrschte. Auch das gehört zum CSD, und das ist auch gut so.

Wir hatten drei super entspannte Tage und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten CSD.

Wie schon in den Vorjahren kann man sich in Kürze den CSD im heimischen Wohnzimmer auf DVD anschauen. Unsere Freunde von TV-Mobil haben wieder die ganze Parade aufgezeichnet.



Schweigeminute am Samstagabend auf dem Heumarkt.


Mein Schatz am Straßenrand.


Paradebilder


Paradebilder


Sascha mit leichtem Sonnenbrand.

Weitere Bilder vom CSD in Köln gibt es zum Beispiel unter www.express.de