Der letzte Tag im Westen

Das Wetter an unserem vorletzten Morgen im Westen zeigte sich wieder mit viel Regen. Ehrlich gesagt, dass war das Wetter gewesen, mit dem wir während unserem Urlaub eigentlich gerechnet hatten. Unsere Kleidung war dementsprechend ausgelegt und wir stellten uns darauf ein.

Zum Regen gab es an der Küstenstraße in Richtung Reykjavik einige Sturmböen. Tagesziel für uns war die Stadt Borgarnes. Für unsere Verhältnisse eher ein Dorf. Denn mit 1.946 Einwohner ist das bei uns nicht unbedingt eine große Stadt.

Bei Borgames.

Es sollte etwas Kultur und Information über Land und Leute geben. So besuchten wir das Settlement Center und schauten uns zwei Ausstellungen an. Sehr spannend war es. Das Ganze sogar mit einem Audioguide in deutsch. Wir lernten neues über Island.

Im Settlement Center.

Wir machten noch einen Spaziergang durch den Ort und schauten uns dabei noch einige historische und bedeutende Orte an.

Brákin, Denkmal für Þorgerður Brák.

Brákin, Denkmal für Þorgerður Brák am Brákarsund, geschaffen von Bjarni Þór Bjarnason.
Warum sie den Beinamen Brák trug, weiß man nicht. Brák war ein ringförmiges Werkzeug aus Horn, das zum Weichmachen von Tierhäuten benutzt wurde. Es bildete die Vorlage für das Denkmal, das auf dem Felsen am Brákarsund (hinter dem Landnahmezentrum Landnámssetur) an Þorgerður erinnert. 

Alte Siedlungselemente in Borgames.

Im Anschluss wollten wir noch bisschen Natur anschauen. Wir fuhren in Richtung
Húsafell und machten Halt bei den Hraunfossar sowie Barnafoss. Beides sehr interessante Wasserfälle, mit ihren eigenen Geschichten.

Hraunfossar.

Der vom Langjökull gespeiste Gletscherluß Hvitá versickert stromaufwärts teilweise im Lavafeld und fließt unterirdisch weiter. Dabei trifft das Wasser auf eine wasserundurchlässige Schicht. Auf Höhe der Hraunfossar hat die Hvitá das Lavafeld erosiv angeschnitten und die wasserstauende Schicht freigelegt. Das stromaufwärts versickerte Wasser tritt über hunderte kleine Wasserfälle, die scheinbar aus dem Nichts entspringen, wieder zutage.

Barnafoss.

Etwas weiter oberhalb bildet der Fluss Hvíta einen weiteren Wasserfall, den Barnafoss. Zu diesem Wasserfall wird eine traurige Geschichte erzählt, denn hier sollen zwei Kinder beim Queren des Flusses über eine natürliche Steinbrücke in diesen gestürzt und ertrunken sein. Die Mutter liess daraufhin die Steinbrücke zerstören. Heute kann die kleine Schlucht mit dem fallenden Wasser über eine Brücke überquert werden.

Auf dem Rückweg machten wir kurz halt bei Deildartunguhver Thermal Spring, leider war das Thermalbad noch im Bau und nicht geöffnet. Die heißen Quellen waren schon gewaltig und es gab frische Tomaten aus dem nahe gelegenen Gewächshaus zu kaufen. Das Abendessen war gesichert.

Deildartunguhver

Die Stürme wurden heftiger und wir fuhren wieder in Richtung Olafsvik. Die Fahrt war recht ungemütlich.

So ein bisschen Wind kann Sascha nicht erschüttern.

Bevor wir wieder über die Schotterpiste fuhren machten wir halt am Wasserfall Bjarnarfoss (Cascade), an dem wir schon mehrfach vorbeigefahren waren.

Bjarnarfoss.

Bjarnarfoss.

Kurz vor Sonnenuntergang bei regnerischen Wetter. Sehr spannend anzuschauen. Schönes Wetter kann doch jeder.

Wir genossen unsere letztes Abendessen in Olafsvik. Anschließend noch ein leckeres Bier im Hot Tub, leider wieder ohne Polarlichter. Es war eine fantastische Zeit im Westen. Nun waren wir auf den Norden gespannt. Wir schliefen ein letztes Mal in unserem komfortablen Ferienhaus.

Unser Tagesziele:

Tag 4.

Unser Bilder des Tages:

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