Live Painting Event in Coburg

Billy Miller, besser bekannt als Billy The Artist, kennen wir seit 2009. Erst erlebten wir ihn mit rund 30.000 Menschen auf der Piazza San Marco in Venedig, später lernte ich ihn bei der Aftershowparty persönlich kennen. Anschließend trafen wir uns noch einmal, auch im Jahre 2009, im Dezember in New York wieder. Dazwischen hatten wir, bis heute immer wieder Kontakt durch Facebook oder per Email miteinander.

Terminlich und reisetechnisch kamen wir die ganze Zeit irgendwie nicht zusammen. War Billy in der Schweiz zu Gast, waren wir nicht einmal in Deutschland. Flogen wir nach USA, hatten wir keine Zeit für eine Stop in New York. So hielten wir an unserem Versprechen fest, kommt Billy nach Deutschland, werden wir dorthin fahren und ihn treffen.

Wer meinen Weblog und www.swatch.stawi.de kennt, wird wissen das ich als Hintergrund  Bilder von Billy The Artist, mit freundlicher Genehmigung von Billy, seit 2010 verwende. Wir pflegen somit seit rund acht Jahren einen recht freundschaftlichen Kontakt.

Im August 2017 veröffentlichte Billy auf seiner Facebookseite ein Save the Date.

Save The Date!

Coburg? Coburg, eine kleine Stadt in Oberfranken (Bayern) mit rund 42.000 Einwohner.

Kontaktaufnahme mit Billy und wir erfuhren, er ist erst in Coburg und dann in Paris. Für uns von der Entfernung her fast egal. Ob Coburg oder Paris, beides ist fast 500 km von Mönchengladbach entfernt.

Die Entscheidung wurde schnell getroffen, nachdem wir unseren Schnitzel bei Mutter angemeldet und die Terminkalender organisiert hatten. Hotel war auch schnell gebucht und so ging es Freitagmittag nach Coburg. Die Fahrt war recht zügig und mit wenig Staus, so das wir rechtzeitig in Coburg ankamen.

Wir checkten im BEST WESTERN BLANKENBURG HOTEL ein. Es liegt Unterhalb der Veste Coburg. Super freundliche Empfang, sauberes Zimmer, ruhige Lage und einfach in Ordnung. Die erste positive Überraschung bei unserem kleinen Ausflug.

Schnell bekamen wir den ersten Hinweis, das wir ja erst am Sonntag abreisen dürften. Schließlich wäre Museumsnacht mit vielen Attraktion. Diesen Hinweis bekamen wir bis zum Samstagmittag. 

Werbung für den Event

Gegen 18:00 Uhr waren wir dann auch schon an der Alten Pakethalle am Güterbahnhof in Coburg. Dieses alte Gemäuer gehört zum Coburger Designforum Oberfranken. Eine sehr spannende Location und auf jedem Fall sehenswert.

Direkt nachdem wir die Halle betreten hatten, trafen wir Billy. Mit großer Freude begrüßten wir uns und Billy nahm sich viel Zeit für uns. Er flitzte mit uns durch die gesamte Halle. Zeigte uns alle Exponate und stellt uns gleich noch einige Leute vor. 

Smalltalk mit Billy

Wir lernten unter anderen Hans-Peter Langsch, Geschäftsführer Goebel Porzellan GmbH, Beate Heller, Galeristin der Galerie Späth und „Sprayer Alex“ Alex Reuther kennen. Billy war ganz aus dem Häuschen als er uns vorstellte und so mussten wir natürlich vielen Leuten erzählen, woher wir kommen und wieso wir einen berühmten Künstler aus New York kennen.

Signierstunde in Coburg

Für einen weiteren guten Freund, der nicht dabei war, nahm Billy sich Zeit und signierte einige Bänder, Uhren und Schuber, der von ihm designten Swatch Uhren MORNING GLOW und AFTERDARK. Wir hatten uns viel zu erzählen und zu dritt genossen wir das gemeinsame Wiedersehen.

BonZai – Billy The Artist – Stawi

Insgesamt wurde es eine sehr freundschaftliche und angenehme Veranstaltung. Die geschätzten 300-500 Besucher, genau konnte man sich nicht festlegen, hatten ausreichend Platz und verteilten sich in sowie vor der Alten Pakethalle. So konnten wir den Event ganz entspannt erleben. Immer wieder gab es Zeit sich mit Menschen zu unterhalten und wir fühlten uns mehr als willkommen. Selten bei einem öffentlichen Event so ein gutes Gefühl gehabt und dabei auch noch heimisch gefühlt. 

Letzte Absprachen zwischen Billy und Alex

Es gab keinen sichtbaren Sicherheitsdienst und die Veranstaltung war gefühlt, fast eine private Veranstaltung. Dabei war der Event öffentlich und für jeden zugänglich. Werbung fand man in der ganzen Stadt, im Internet, den örtlichen Radio und TV Sendern. In Coburg schlagen die Uhren wohl noch etwas anders.

Gegen 19:00 Uhr begrüßte Hans-Peter Langsch alle Gäste. Er stellte, sehr sympathisch,  Sprayer Alex vor, der an diesem Abend jedoch mehr ausmalen sollte. Anschließend stellte er natürlich Billy The Artist vor. Billy begrüßte uns alle erst einmal auf Deutsch und erzählte kurz von sich. Ging dann jedoch ins Englische über, was beim Publikum super ankam. Anschließend stellte Hans-Peter noch Matze Rossi vor, der den Abend musikalisch untermalen durfte. 

Hans-Peter Langsch stellt Sprayer Alex vor

Billy The Artist & Hans-Peter Langsch

Matze Rossi, ist ein deutschsprachiger Sänger und Songwriter und ehemaliger Gitarrist und Sänger der Punk-Rock-Band Tagtraum. Während Billy eine rund 20 m breit und 5 m hohe Wand kreativ verschönerte, spielte Matze Rossi Songs aus seinen Alben.

Matze Rossi

Billy denkt über einen Startpunkt nach

Der erste Strich ist geschafft

Sprayer Alex hatte die Aufgabe in zwei Bereichen die Zeichnungen von Billy farbig auszumalen. Zu dieser Zusammenarbeit kam es, da Billy es unmöglich an einem Abend alleine schaffen konnte. Alex hätte lieber die Spraydose genommen, fand sich jedoch mit seinem Schicksal ab und nahm Pinsel in den unterschiedlichsten Dimensionen und malte fleissig aus. 

Alex darf nun ausmalen

Zwei Künstler am Werk

Auf der anderen Seite singt Matze Rossi

Das Werk nimmt Formen an

Ich durfte auch mit Billy GoPro filmen

Die zu bemalende Wand war breiter und höher, als die Leinwand 2009 in Italien, die Billy auf der Piazza San Marco in Venedig vor 30.000 Zuschauern, mit seiner Kunst zum Leben erweckte. Zur Arbeitserleichterung hatte die Veranstalter diesmal Billy eine elektrische Scherenarbeitsbühne zur Verfügung gestellt. In Venedig gab es vor acht Jahren nur ein Fahrgerüst, was oft bedenklich schwankte. 

Billy genoß den Abend

Alex hatte seinen Spaß

Gut das ich mit solchen Maschinen schon beruflich zutun hatte, so konnte ich Billy ein bisschen beim rangieren helfen und ihm zeigen, wie man etwas langsamer mit dem Ungetüm fahren konnte.

Hilfestellung beim rangieren

Zwischendurch kam ein Brautpaar vorbei. Billy stieß mit der Braut auf der Arbeitsbühne auf deren Vermählung an.

Die Braut des Abends

Zwischen unseren Rundgängen in der Location, mit gutem Gin und anderen leckeren Getränken, konnte ich eine Menge Fotos machen. Dadurch das es sehr locker bei der Veranstaltung zu ging, konnte ich sehr nah an Billy und Alex dran. Da machte das Fotografieren nochmal soviel Spaß und ich schaute was meine neue Nikon D750 hergab. Ein Fernsehteam und weitere Fotografen standen sich dabei nie im Weg und man ging sehr freundlich miteinander um. Auch das kenne ich ein bisschen anders.

Sascha mit seinem Cape von Mica Design – immer ein Hingucker

Fantastisch!

Aus einer anderen Perspektive

Kritische Eigenkontrolle

Der Abend verging wie im Fluge. Gegen 22:30 Uhr war das Kunstwerk fast fertig und die Alte Pakethalle um eine Attraktion reicher. 

Ein herrlicher Event, der noch nicht zu Ende ging. Nachdem Billy sein Bild signiert hatte, zog er noch etwas mehr als drei Lose. Alle Gäste konnten am Abend an einem Gewinnspiel teilnehmen, mussten jedoch bei der Verlosung anwesend sein.

Gewinnerin des 3.Preises

Dritter Preis, ein Together – Künstlerbecher Pop Art Billy the Artist. Zweiter Preis, eine POP ART BILLY THE ARTIST VASE 30 CM Two in one / Together. Als erster Preis gab es einen limitierten Kunstdruck mit Signatur von Billy. 

Beim zweiten Los wurden Sascha und ich dann doch ein bisschen rot, als Billy den Namen von Sascha vorlas. Schließlich hatten sehr viele Leute mitbekommen, dass wir Billy kannten. Es tat der Sache jedoch keinen Abbruch und alle freuten sich mit Sascha, das er diese wunderschöne Vase gewonnen hatte.

Gewinner zweiter Preis

Gewinner des ersten Preises

Den ersten Preis gewann ein Junge, der sich auch sehr freute und sogar aus vier verschiedenen Kunstdrucken auswählen durfte.

Nachdem sich die Reihen ein bisschen gelichtet hatten, ließen wir zwei uns noch einmal mit Billy fotografieren und nahmen langsam Abschied. Es war kurz vor Mitternacht und wir hatten einen verdammt langen Freitag hinter uns.

Drei Freunde – Billy sieht man den vollen Körpereinsatz an

Dadurch das wir so viele freundliche Menschen kennenlernen durften, dauerte der Abschied ein bisschen länger. Lange nicht mehr einen so entspannen und großen Event miterlebt. Wir waren völlig begeistert. 

Am nächsten Morgen zeigte sich das Wetter von Coburg nicht von der schönsten Seite. Der Wetterbericht war auch nicht besonders einladend. So entschieden wir uns, den Aufenthalt nicht zu verlängern. Nicht verändert hatte sich die Freundlichkeit der Menschen. Egal ob iim Hotel oder später in der Stadt. Nach dem Frühstück checkten wir aus und bekamen noch den einen oder anderen Tipp für Coburg mit. 

Neugierig wie wir waren machten wir uns auf dem Weg in die St. Moriz-Kirche Coburg. Jeden Samstag gibt es ab 11:00 Uhr 30 Minuten Musik zur Markzeit. So genossen wir noch ein wenig Orgelmusik. Die Schukeorgel mit ihren rund 3.800 Pfeifen hat einen grandiosen Sound. Zum Abschluss gab es ein Stück von Siegfried Karg-Elert mit Violine und 4 Frauenstimmen. Ein gigantischer Sound in dieser herrlichen sowie schlichten evangelischen Kirche, die eine phänomenale Akustik hat. 

Anschließend machten wir uns im Regen auf dem Wege zur Veste Coburg. Die 160m Höhenunterschied schafften wir spielend und machten erst einmal Rast in der Schenke. Anschließend genossen wir einen Rundgang durch die Anlage. Das Museum ließen wir aus, da man dafür gut einen halben Tag gebrauchen kann. 

Nach unserer Runde auf der Veste, machten wir uns am frühen Mittag wieder hinunter in die Stadt. Auf dem Weg ins Hotel wollten wir noch einen kurzen Halt bei der Galerie Späth machen. Glück gehabt, es war 13:45 Uhr, die Galerie seit 13:00 Uhr geschlossen und Beate Heller war noch da. Sie freute sich uns zu sehen, verschob ihren Termin für das Mittagessen und machte für uns noch eine kleine Führung durch die Galerie.

Viele Originale von namenhaften Künstler gibt es in der Galerie zu erwerben und nun auch Bilder von Billy The Artist aus New York.

Wir verabschiedeten uns von Beate, wie auch am Abend zuvor von Billy, mit dem Versprechen, uns bald wiederzusehen. Das heißt für uns, wir haben bei Gelegenheit mal wieder zwei Reiseziele. Coburg und New York. 

Ein Wiedersehen könnte schon im Februar 2018 möglich sein. Laut seinen aktuellen Plänen, ist Billy in Frankfurt für ein paar Tage. Wir sind gespannt und freuen uns.

Alle meine Fotos vom Event gibt es auf der nächsten Seite und im Fotoalbum

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